In einem Highlight des Fichtelgebirges, dem Deutschen Dampflokomotiv-Museum, hat die Tourismuszentrale Fichtelgebirge am Montagnachmittag ihre Jahreshauptversammlung durchgeführt, inmitten der mächtigen "Stahlrösser", wie sie Landrat und Vorsitzender Hermann Hübner (CSU) respektvoll bezeichnete.
Das Fichtelgebirge ist, was den Tourismus angeht, derzeit mitten im Aufbruch. Landrat Hermann Hübner stellte die Zusammenarbeit deutlich heraus: "Der Gast fragt nicht nach Gemeinde-, Stadt- und Landkreisgrenzen und das machen wir im Urlaub ja auch nicht. Wir wollen für alle Anbieter auch außerhalb der Tourismuszentrale verkaufbares und erlebbares Fichtelgebirge zusammenstellen."


Museum hat große Bedeutung

Erstmals registrierte man im letzten Jahr mehr als eine halbe Million Gästeankünfte im Fichtelgebirge, dabei werde auch eine Zunahme der ausländischen Gäste im Fichtelgebirge festgestellt. Dieser Trend ist schwerpunktmäßig in den Städten festzustellen.
Landrat Klaus Peter Söllner (FW) wies in seinem Grußwort auf die Bedeutung des Deutschen Dampflokomotiv-Museums nicht nur für das Fichtelgebirge, sondern auch für die gesamte Region und darüber hinaus hin.
"Wir sind auf unser Museum in der Tat sehr stolz, das mit einem didaktischen Konzept auf einen neuesten Stand gebracht wurde. Unser DDM ist das bedeutendste Spezialmuseum, das es im Dampflokbereich in ganz Deutschland gibt", sagte Söllner. Für den Touristikverband Franken berichtete Jörg Hentschel von weiteren Zuwächsen bei den Erstübernachtungen im Jahr 2015, zugleich das beste Ergebnis in der bisherigen Verbandsgeschichte. Auch von Januar bis April 2016 erreichte man bereits ein Plus von 8,6 Prozent bei den Übernachtungen und damit liegt der Touristikverband Franken über dem gesamtbayerischen Durchschnitt von 7,8 Prozent.
Jörg Hentschel: "Das ist alles ein Beweis, dass wir mit unseren Themen und Produktlinien richtig liegen." Hentschel würdigte auch die gute Zusammenarbeit zwischen dem Touristikverband Franken und der Touristikzentrale Fichtelgebirge. Landrat Hübner stellte in seinem Jahresbericht heraus, dass das Fichtelgebirge und damit auch der Touristikverband Franken über "viele tolle Punkte" im internationalen Tourismus verfügen.
Dabei sprach Hübner auch die vielen Aktivitäten im Städte- und Landschaftstourismus sowie der Genussregion Oberfranken an.


Bedeutung der Kooperation

Das zeige auch, dass hier eine erfolgreiche Arbeit geleistet werde. Hübner: "Aber es geht alles nur miteinander, und natürlich kann ein einzelner Betrieb eine starke Werbung machen und damit auch Erfolg haben, aber es wird auf Dauer keine erfolgreiche Arbeit sein, sich nur auf die eigenen Interessen zu beschränken, denn man braucht ein Umfeld, und man braucht ein Miteinander, um in diesem Wettbewerb zu bestehen und darum geht es ja letztlich auch bei unserer Tourismuszentrale."
Im weiteren Verlauf seines Berichts gab Hübner einen Überblick über die Arbeit und die Schwerpunkte sowie die Herausforderungen der Tourismuszentrale Fichtelgebirge: "Die Märkte sind im Wandel, und diesem Wandel wollen wir uns natürlich auch stellen. Der Winter und der Sommer gehören bei uns als wechselhafte Hauptsaisonzeiten dazu, und die hatten es wahrlich in sich."