Seit zwölf Jahren steht Udo Döhler an der Spitze der Gemeinde Dörfles-Esbach. Wenn es nach ihm und den Mitgliedern des Unabhängigen Bürgervereins Dörfles-Esbach ginge, würde eine dritte Amtszeit folgen. Einstimmig wurde er als Kandidat für die Bürgermeisterwahl am 24. September nominiert. Gegenkandidaten gibt es bisher nicht.
Bevor Wahlleiter Torsten Dohnalek zur Tat schreiten konnte, wollte Döhler doch einen Abriss der letzten sechs Jahre geben und den Anwesenden der Normierungsversammlung die Ergebnisse seiner Ägide vor Augen führen. So griff er unter anderem die Themen Kinderbetreuung, Schule, öffentlicher Personennahverkehr, Spielplätze, Wohnungsbauförderung und Bürgerhaus auf. Dass in den letzten Jahren auch die Ansiedlung von Gewerbebetrieben vorangetrieben wurde, war seinen Worten ebenfalls zu entnehmen, wie die positive Entwicklung von Baugebieten und der gelungene Breitbandausbau. Als einen "großen Rückschlag" bezeichnete er die Tatsache, dass die Ansiedlung eines Direktvermarkters gescheitert sei.


Gemeinde ohne Schulden

Besonders hob er aber hervor, dass die Gemeinde schon seit Zeiten von Hans Lotter schuldenfrei sei, Angesichts dessen, was sich Udo Döhler im Fall seiner Wiederwahl vorgenommen hat, kann er nicht als "amtsmüde" bezeichnet werden. Ein "dickes Brett" bohren will er mit der Verkehrsberuhigung im gesamten Ort. Er selbst meinte, dass dies eine schwierige Aufgabe wird. Auf seine Agenda hat er sich weiter geschrieben: Den Fortbestand der Vereine, die Förderung des Zusammenhalts der Bürger, sowie die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und die Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe zu Schaffung neuer Arbeitsplätze.


"Nein" zu weitern Stromtrassen

Eine deutliche Absage erteilte er einer neuen Stromtrasse durch den Landkreis Coburg. Hier forderte die Anwesenden auf, sich an der Initiative des Landkreises "Nein zu neuen Stromtrassen durch unser Coburger Land" zu beteiligen. Bereitwillig folgten die Mitglieder seinem Ansinnen. Klar machte er den Anwesenden, dass Dörfles-Esbach nicht um eine Straßenbeitragsausbausatzung herumkommen werde.
Döhler will sich aber für eine möglichst maßvolle Umsetzung dieser so wörtlich "aufgezwungenen Maßnahme" in seiner Gemeinde stark machen. Einen etwas ungewöhnlichen Wunsch äußerte Udo Döhler abschließend: "Ich hätte bei der Wahl gern einen Gegenkandidaten", und begründet dies mit den Worten: "Wie soll man sonst Wahlkampf machen?" mr