Nach der Niederlage am vergangenen Wochenende im absoluten "Kellerderby" der Fußball-Bezirksliga Oberfranken West bei der SpVgg Stegaurach muss der TV Ebern nun wohl auch das Erreichen der Relegation abhaken. Vom direkten Klassenerhalt sprach seit Wochen sowieso keiner mehr. Nun heißt es, sich im Heimspiel am Samstag gegen Bosporus Coburg nochmals am Riemen zu reißen.
Was der TVE zuletzt in Stegaurach fußballerisch bot, war erneut Magerkost. Gerechnet an den Möglichkeiten des Tabellenvorletzten hätten es auch doppelt so viele Gegentreffer werden können, während Ebern nur zu wenigen echten Möglichkeiten kam. Nicht umsonst hat der TV bisher die meisten Tore mit 60 kassiert und magere 20 in 23 Partien geschossen. Mit Bosporus läuft am Samstag (16 Uhr) eine Mannschaft auf, die Platz 7 inne hat, jedoch trotz der 34 Punkte noch nicht aller Sorgen ledig ist, zumal der Abstand auf die Relegation lediglich acht Punkte beträgt. Acht Zähler zu den Entscheidungsspielen hören sich viel an, doch haben die Gäste eine oder sogar zwei Begegnungen mehr als die derzeitigen Relegationsplatzinhaber bestritten, sodass die Ausgangslage doch etwas täuscht.
In diesem Jahr waren sie in ihren Leistungen auch recht wechselhaft, was zwei Siege bei einem Unentschieden und drei Niederlage unterstreichen. Auswärts holten sie 13 von 36 möglichen Punkten, wobei sie auf fremdem Gelände zu sieben Unentschieden bei zwei Siegen und drei Niederlagen kamen. Zuletzt gegen Ebensfeld (0:1) verloren sie ihren Abwehrspieler Rahmani mit "Rot". In der Offensive haben sie mit Hakan Bozkaya ihren gefährlichsten Mann, auf den die Eberner Abwehr besonders aufpassen wird.
Ein Sieg täte den Gastgebern zumindest für die Moral, den Teamgeist und das Restprogramm gut. Bereits am kommenden Freitag steht ein weiteres Heimspiel gegen den TSV Ebensfeld auf dem Programm. Keinesfalls will sich das Team hängen lassen und versuchen, die Stimmung soweit wie möglich hoch zu halten. di
TV Ebern: Kapell, Elflein - Ammon, Aumüller, Eichhorn, J. Fischer, Graß, Hümmer, Köhler, Korn, Steinert, Zettelmeier, Zürl