Zu ihrem drittletzten Saisonspiel fahren die Bezirksoberliga-Handballer des TV Ebern am Sonntag zum HC 03 Bamberg. Spielbeginn in der Halle am Georgendamm ist um 16.30 Uhr. Die Chancen auf Punkte sind beim Tabellendritten eher als gering einzuschätzen.
Nachdem der TVE am vergangenen Wochenende gegen Hallstadt auch das letzte Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf verloren hat, ist die Wahrscheinlichkeit, den Abstieg noch zu verhindern, stark gesunken. Dennoch will er nichts unversucht lassen und sich in den letzten Partien so teuer wie möglich verkaufen. Schließlich zeigte der TV in der Vergangenheit oftmals in Spielen gegen die Topteams starke Leistungen. Und so sind die Erinnerungen an die knappe 32:34-Hinspielniederlage gegen den letztjährigen Landesligisten nicht so schlecht.


Gastgeber hat Platz 3 sicher

Für Bamberg geht es eigentlich um nicht mehr viel. Der Wiederaufstieg wurde klar verpasst, der HC musste Kunstadt und Hochfranken den Vortritt lassen. Der dritte Tabellenplatz ist auch nicht mehr gefährdet, doch wird für die Bamberger allein ihre Leistung in Ebern im Dezember Ansporn genug sein, sich nun verbessert zu verkaufen. Personell hat sich beim Gastgeber einiges getan, denn Trainer Matthias Roppelt konnte aus beruflichen Gründen zuletzt nicht mehr auf Schnippering, Diehl und Dietz zurückgreifen. Trotzdem stellt sich dem TV Ebern eine sehr erfahrene und starke Mannschaft entgegen. Zu den Stützen und erfolgreichsten Torschützen gehören oftmals die groß gewachsenen Rückraumspieler Sommer, Schäper, Grenz, Gubler und Kustos. Auch der schnelle Herold auf der Mitteposition ist stets zu beachten. Nicht weniger Qualität besitzen die Bamberger zudem auf den Außenpositionen oder mit Scharf im Tor.


Mehr Zusammenspiel nötig

Bei Ebern fehlen dagegen Haberl und Hippeli erneut studiumsbedingt. Feldmann ist durch seine Schulterverletzung weiter stark angeschlagen. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass dem TVE zuletzt vor allem Schwächen im mannschaftlichen Zusammenspiel anzukreiden waren. Zu sehr lebt das Eberner Spiel von Aktionen einiger weniger Akteure, statt sich durch druckvolle und kluge Passfolgen Lücken für die Nebenleute zu erspielen. Daran gilt es dringend zu arbeiten, unabhängig von der Ligenzugehörigkeit. Mit der Abwehrleistung konnten die Eberner zumindest gegen Hallstadt wieder überwiegend zufrieden sein.
Zu verlieren hat die Eberner Mannschaft um Johannes Geuß am Sonntag in Bamberg nichts, die Heimmannschaft ist haushoher Favorit. Aber es gilt auch in den letzten Spielen, eine Top-Einstellung an den Tag zu legen und sich bestmöglich zu präsentieren. di