Einer Herkulesaufgabe sieht sich der TTC Tiefenlauter gegenüber. Wie der Vorsitzende, Hans-Albert Braemer, im Rahmen der Hauptversammlung unmissverständlich klar machte, komme der Verein um Dachsanierungsmaßnahmen nicht mehr herum. Die geschätzten Kosten bezifferte Braemer mit 45 000 Euro. Den Anwesenden konnte er sehr gut vermitteln, dass es dem Vorstand gelungen sei, ein tragfähiges Konzept für die Finanzierung zu erstellen. Nach seinen Ausführungen ist das Vorhaben auf drei Säulen gestellt: Zuschüsse (Gemeinde Lautertal und Bayerischer Landessportverband), Kreditaufnahme und Eigenleistungen. Den Zuschussantrag an die Gemeinde konnte er dem Zweiten Bürgermeister Martin Rebhan (SPD) direkt "in die Hand" drücken. Etwas verärgert zeigte sich Braemer über das Vergabeverfahren beim BLSV. Nachdem es sich bei dem Vorhaben des TTC nach Definition des Verbandes um ein "Kleinvorhaben" handele, würden eventuelle Zuschüsse erst dann gewährt, wenn entsprechende Rechnungen vorlägen. "Das heißt, wir müssen die Rechnungen begleichen und können dann erst auf einen Zuschuss hoffen", betonte Braemer.
Die Höhe der Förderung durch den BLSV stehe nicht fest. Rückendeckung für die Kreditaufnahme holte sich der Vorsitzende von der Versammlung. Der Beschluss erfolgte einstimmig.
Dank etlicher Veranstaltungen habe der TTC seine finanzielle Situation verbessern können, sagte Braemer. "Von den Mitgliedsbeiträgen allein könnte der Verein nicht überleben", verdeutlichte er. Die Lage der vereinseigenen Gaststätte beschrieb Braemer mit den Worten: "Bei der Wirtschaft kann man nur mit Wehmut an frühere Zeiten denken. Jedoch trägt sie nach wie vor in erheblichem Maß zum Wohle des Vereins bei." "Kopfschmerzen" bereite ihm, Helfer zu finden, die sich dem "Wirteteam" anschließen und dazu beitragen, die Last auf mehrere Schultern zu verteilen. Den Mitgliederstand bezifferte Braemer Ende des vergangenen Jahres mit unveränderten 254. Einen Überblick der sportlichen Leistungen der sechs Damen- und fünf Herrenmannschaften gab Spielleiter Martin Deffner. Besonders hob er hervor, dass der Verein seit Anfang dieses Jahres wieder über eine Jugendmannschaft verfüge. "Angesichts dessen, dass wir über zwei Jahrzehnte der Verein mit den meisten Jugendmannschaften waren, müssen wir dieses Pflänzchen sehr pflegen", betonte Deffner.
Hans-Albert Braemer versäumte es nicht, sich bei allen Helfern zu bedanken, die ihren Teil dazu beitragen, den Verein mit Leben zu erfüllen. Rebhan