Als Senioren-Vereinsmannschaft der Altersklasse (AK) 60 hatte der TTC Tiefenlauter in diesem Jahr in Schwarzenbek (Schleswig-Holstein) den Gewinn des Deutschen Mannschaftsmeistertitels eingefahren. Nun trat das Quartett mit Reiner Kürschner, Rolf Eberhardt, Peter Betsch und Günter Fuhrmann als Auswahl des Bayerischen Tischtennis-Verbandes mit zwölf anderen deutschen Verbänden zum traditionellen Vergleichskampf erneut im hohen Norden, und zwar in Mölln, an.
Und auch diesmal war das AK60-Vierer-Team im hohen Norden nicht zu schlagen und wurde souveräner Gewinner des Senioren-Deutschlandpokals. Dieser Erfolg ist umso höher zu bewerten, weil Bayern das einzige Bundesland war, dessen Spieler aus einem Klub stammten. Alle anderen Bundesländer-Mannschaften hatten Akteure aus verschiedenen Vereinen.
In der Gruppe hatte Tiefenlauter zwei Auswahlteams aus Ostdeutschland als Gegner. Mit 4:0 Punkten und 8:3-Spielen wurde der erste Platz belegt.


Die Gruppenspiele im Einzelnen

Bayern - Mecklenburg-Vorpommern 4:1: Alle vier gewonnen Begegnungen waren bereits nach drei Sätzen beendet. Nach der Führung musste Günter Fuhrmann den 1:1-Ausgleich zulassen.
Ergebnisse: Eberhardt - Radloff 3:0, Fuhrmann - Mauermann 1:3, Betsch - Kraft 3:0, Eberhardt/Betsch - Mauermann/Radloff 3:0, Eberhardt - Mauermann 3:0.

Bayern - Sachsen 4:2: Als ein knapper 3:2-Vorsprung zu Buche stand, hatte Sachsen die große Chance zum 3:3-Gleichstand. Dies deshalb, weil Reiner Kürschner sich gegen Holger Staskiewicz auf der Verliererstraße befand (8:11, 12:14). Doch der Abwehrstratege bäumte sich auf und legte mit einem 11:1, 11:8 und 11:8 den Hebel noch um und markierte damit den vierten Siegpunkt.
Ergebnisse: Kürschner - Flickinger 3:1, Eberhardt - Wingeyer 3:0, Fuhrmann - Staskiewicz 1:3, Eberhardt/Betsch - Flickinger/Wingeyer 3:0, Eberhardt - Flickinger 1:3, Kürschner - Staskiewicz 3:2.


Zwischenrunde

Bayern - Niedersachsen 4:1: Behielt Kürschner gegen Sachsen noch im Entscheidungssatz die Oberhand, so musste er sich diesmal gegen Reinhard Köneke mit 8:11 beugen. Peter Betsch hatte den gleichen Gegner fest im Griff und zog den Schlussstrich unter den letztlich doch ungefährdeten Erfolg.
Ergebnisse: Kürschner - Köneke 2:3, Betsch - Sonnenberg 3:0, Eberhardt - Wucherpfennig 3:0, Besch/Eberhardt - Köneke/Wucherpfennig 3:1, Betsch - Köneke 3:0.


Halbfinale

Bayern - Baden-Württemberg 4:2: Nach dem vielversprechenden 3:0-Vorsprung wurde es nochmals eng, weil das Doppel und das zweite Einzel von Betsch verloren gingen. Doch dann war Verlass auf Rolf Eberhardt, der nach dem 1:1-Satzgleichstand nichts mehr anbrennen ließ (11:6, 9:11, 11:5, 11:5).
Ergebnisse: Eberhardt - Schulz 3:2, Betsch - Duffner 3:0, Kürschner - Frey 3:0, Eberhard/Betsch - Frey/Schulz 0:3, Betsch - Schulz 1:3, Eberhardt - Frey 1:3.


Endspiel

Bayern - Schleswig-Holstein 4:1: Glücklos agierte Betsch in der ersten Paarung, denn gleich dreimal hatte er mit lediglich zwei Punkten Abstand das Nachsehen gegen Jens Heuck (11:13, 9:11, 12:10, 11:7, 9:11).
Kürschner und Eberhardt wendeten aber mit zwei 3:0-Satzerfolgen das Blatt zur 2:1-Führung um. Das Doppel Betsch/Eberhardt musste zwar trotz einer 2:1-Satzführung noch in den fünften Durchgang, spielte hier aber die erste Geige. Schließlich war es Kürschner, der nach dem 1:1-Gleichstand sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen ließ und den Gesamterfolg als Deutschlandpokal-Sieger herstellte.
Ergebnisse: Betsch - Heuck 2:3, Kürschner - Jürgens 3:0, Eberhardt - Höfer 3:0, Eberhardt/Betsch - Jürgens/Heuck 3:2, Kürschner - Heuck 3:1. hf