Für die Lichtenfelser Turnerschaft begann die Ligasaison in Unterföhring. Der Abstieg in die Bayernliga weckte neue Motivation und frischen Kampfgeist, sich in dieser Liga zu beweisen. Das Team war zum Saisonstart allerdings nicht ganz vollzählig: Nils Haselmann fehlte verletzt.
Die Turnerschaft begann am Sprung. Alle vier Turner zeigten hier einen "Tsukahara". Julian Kochhafen erhielt auf seine gestreckte Ausführung 12,50 Punkte. Patrick Schneider, Benedikt Zipfel und Mathias Mohr wurden für ihre gehockte Ausführung mit 11,70, 11,80 und 11,35 Punkten belohnt.


TSL überzeugt am Barren

Am Barren ging es mit guten Ergebnissen weiter: Markus Höhlein legte mit einer sauberen Übung und soliden 11,80 Punkten vor. Schneider und Kochhafen zogen mit starken 12,70 und 13,70 Punkten nach. Benedikt Zipfel begann seine Übung, musste jedoch unterbrechen: Aus unerklärlichen Gründen gab ein Holm des Barrens nach und sackte nach unten. Er musste das Gerät verlassen. Der Ausrichter Unterföhring behob den Defekt umgehend, so dass Zipfel seine Übung nach einigen Minuten Pause sauber mit 13,30 Punkten beenden konnte.
Am dritten Gerät, dem Reck, punkteten die vier Turner ebenfalls. So trugen Kochhafen und Schneider jeweils 12,10 Punkte zum Ergebnis bei, Zipfel erhielt auf seine Übung 11,40 Punkte. Georg Großmann, der seinen ersten Einsatz hatte, erzielte mit 12,50 Punkten das beste Einzelergebnis der Turnerschaft am Reck.
Nach einem kurzen zweiten Einturnen ging es für die Lichtenfelser am Boden weiter. Auch hier überzeugten Hannes Weisser (12,20), Zipfel (12,10), Schneider (12,30) und Kochhafen (12,80) mit anspruchsvollen und sauber durchgeturnten Übungen.


Schwächen am Pauschenpferd

Es folgte das Zittergerät der Männer - das Pauschenpferd. Hier gingen Schneider (10), Kochhafen (11,60), Mohr (9,15) und Maximilian Leicht (8,80) ans Gerät. Dabei blieb jedoch jeder Turner unter seinen Möglichkeiten, weshalb nur 39,55 Punkte drin waren.
Zuletzt galt es, an den Ringen zu überzeugen. Schneider und Kochhafen turnten ihre Übungen sauber durch und wurden dafür mit 12,40 beziehungsweise 12,80 Punkten belohnt. Zipfel erhielt trotz Sturz beim Abgang noch eine Wertung von 13,20 Punkten. Höhlein zeigte bei seiner Übung einige Patzer. Um auf Nummer sicher zu gehen, entschied sich das Team dazu, einen Joker zu setzen. Sie setzten auf Großmann, der eine sichere Übung zeigte und damit 11,80 Punkte einfuhr.


Rang 1 zum Start

Am Ende verdiente sich die Turnerschaft Lichtenfels mit knapp fünf Punkten Vorsprung den ersten Platz. Vielleicht hatte der Abstieg in diesem Fall für das Lichtenfelser Team etwas Gutes: Er rüttelte das Team wach und brachte die Erkenntnis, dass man mit Motivation, Ehrgeiz und dem nötigen Zusammenhalt beachtliche Leistungen erreichen kann. jube