Kronach — Der vergangene Samstag sollte für die Volleyballer der TS Kronach die Durststrecke von zuletzt drei Niederlagen in Folge beenden und gleichzeitig wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Landesliga sichern. Am Ende standen eine klare und verdiente 0:3-Niederlage gegen den TSV Abensberg und ein sehr wichtiger und hart erkämpfter 3:2-Sieg gegen den SV Wenzenbach zu Buche.

TS Kronach -
TSV Abensberg 0:3

Die Hausherren kamen gegen die groß gewachsenen Mannen aus Abensberg im ersten Satz überhaupt nicht ins Spiel. Zu viele Fehler in der Annahme, keine Durchschlagskraft im Angriff und leichtsinnige Fehler machten diesen Durchgang - auch zum Leid der Zuschauer - zu einer sehr einseitigen Partie. Schnell wurde der Satz mit 10:25 deutlich verloren.
In der Pause nutzte Trainer Jürgen Quappe die Zeit, um sein Team neu auf das Spiel einzustellen. Mehr Konzentration und Präzision waren gefordert, um die verbleibenden Sätze auf Augenhöhe zu bestreiten. Dies gelang phasenweise recht gut, allerdings spielten die Abensberger immer wieder ihre Größenvorteile im Angriff clever aus und hielten die Kronacher so stets mit drei oder vier Punkten auf Distanz. Der Verlust der Sätze 2 und 3 (jeweils 21:25) konnte daher nicht verhindert werden, was gleichbedeutend mit der klaren Niederlage war. Was blieb, war letztlich der wieder gefundene Spielrhythmus und mehr Spielsicherheit für das anstehende Kellerduell gegen Wenzenbach.

TS Kronach -
SV Wenzenbach 3:2

Die Partie gegen den Tabellenletzten hatte richtungweisenden Charakter, denn mit einer Niederlage hätten die Kronacher auf den letzten Platz abrutschen können. Entsprechend motiviert ging man in die Partie und versuchte über druckvolle Angriffe und etwas gefährlichere Aufschläge die Annahme der Gäste unter Druck zu setzen. Dies gelang vom Start weg, und der ungefährdete Satzgewinn (25:17) war der verdiente Lohn für kämpfende Kronacher.
In den Sätzen 2 und 3 hielt aber erneut der Schlendrian Einzug im Spiel der TSK: kein Blockspiel, keine Effizienz im Angriff und viele einfache Fehler. Schneller als den Spielern recht war, hatte man mit 16:25 und 10:25 verloren und die Wenzenbacher wieder ins Spiel gebracht.
Die drohende Niederlage vor Augen, wollten die Kronacher nochmals alles geben, um sich in den Tie-Break zu retten. Genauso schnell wie man zuvor den Faden verloren hatte, fand man ihn glücklicherweise auch wieder. Die Hausherren übernahmen die Kontrolle und konnten über eine starke kämpferische Leistung in der Feldabwehr und clevere Angriffe den vierten Satz für sich entscheiden (25:16).
Der Tie-Break musste also die Entscheidung bringen. Schnell lag man mit 1:4 in Rückstand. Erst eine spektakuläre Rettungsaktion des 17-jährigen Debütanten Lars Ammon sorgte für den so wichtigen "Hallo-Wach-Effekt" im Spiel der Kronacher. Über 1:4 und 4:7 kämpften sie sich zurück ins Spiel und lagen beim Seitenwechsel mit 8:7 vorne. Eine starke Blockarbeit sicherte weitere Punkte, und beim Stand von 14:9 hatte man den ersten Matchball. Dieser konnte mit einem überlegt geschlagenen Außenangriff direkt verwandelt werden, und zwei enorm wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt waren gesichert.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die verletzungsbedingt und gesundheitlich gebeutelten Kronacher ihre Pflichtaufgabe erfüllt haben und durch den Sieg sogar einen Platz nach oben klettern konnten. In den ausstehenden vier Spielen sind die Kronacher aber weiterhin gefordert. Vor allem den beiden Auswärtsspielen in Regenstauf und Furth im Wald kommt zentrale Bedeutung zu, ehe es im letzten Heimspiel gegen die beiden Aufstiegsaspiranten Bayreuth und Marktredwitz geht.
TS Kronach: L. Ammon, D. Biniszewski, J. Bollow, M. Eichhorn, A. Groß, O. Höpp, T. Neubauer, J. Quappe, M. Scheler, S. Schlick. bo