Herzogenaurach — Zu ungewohnter Anwurfzeit empfangen die Bezirksoberliga-Handballer der TS Herzogenaurach Sonntag den HC Forchheim. Denn angepfiffen wird die Partie gegen den Tabellendritten aufgrund der Fußballstadtmeisterschaft in der Sporthalle des Gymnasium am Burgstaller Weg erst um 19 Uhr.
Die Gäste aus Forchheim legten einen fulminanten Saisonstart hin. Vier Siegen in Serie katapultierten den HC an die Tabellenspitze. Nichts erinnerte mehr an die vergangene Spielzeit, in der die Mannschaft von Trainer Dirk Samel nur knapp den Abstieg verhinderte. Im Hinspiel gegen die Schuhstädter behielt Forchheim knapp die Oberhand (32:31). Damals überzeugte die Samel-Sieben vor allem durch mannschaftliche Geschlossenheit und schnellen Tempo-Handball. Inzwischen folgte der eine oder andere Punktverlust, sodass die Gäste nun mit 18:10 Punkten auf dem dritten Tabellenrang stehen. Diesen würden die Schuhstädter am kommenden Sonntag gerne übernehmen.

Gefährlicher Rückraum

Als Tabellenvierter ist Herzogenaurach mit einem Spiel und zwei Zählern weniger auf dem Konto auf Tuchfühlung mit der Spitzengruppe. Um den Anschluss weiterhin zu verkürzen, benötigt die Mannschaft um Spielertrainer Ingo Kundmüller allerdings dringend einen doppelten Punktgewinn. Umso wichtiger erscheint es, im Vergleich zur Vorwoche (34:31 gegen HG Hemau/Beratzhausen) noch ein paar Gänge hochzuschalten. Schließlich gelang es der TSH bislang nur selten, über 60 Minuten hinweg konstant eine gute Leistung abzurufen. "Forchheim hat eine richtig gute Mannschaft, daher ist das Spiel vollkommen ausgeglichen", sagt Kundmüller. "Ich erwarte ein richtig packendes Derby."
Besonders der Defensivverbund muss sich bestens auf die gut funktionierende HC-Rückraumachse Hallmann-Hecht-Sekolec einstellen. Diese zählt sowohl durch ihre Zweikampfstärke als auch durch ihre Wurffertigkeiten aus der zweiten Reihe zu den besten Rückraumriegen der Liga. mk