In der Kreisliga Coburg leben Totgesagte länger: Die TSG Niederfüllbach war bereits vor einigen Wochen rechnerisch in die Kreisklasse abgestiegen, profitierte dann vom Rückzug des TBVfL Neustadt/Wildenheid und setzte sich jetzt jetzt in der Relegation mit 2:1 gegen den TSV Grub am Forst in Ketschendorf durch.
Im zweiten Derby um den Kreisliga-Einzug hatte dagegen der Kreisklassen-Vizemeister Spvg Wüstenahorn mit 2:1 gegen die Spvg Ahorn die Nase vorne und schaffte damit den Sprung in die Kreisliga. Ahorn und Grub treffen nun in der nächsten Runde am Mittwoch in Mönchröden aufeinander.


Kreisliga-Relegation

TSG Niederfüllbach -
TSV Grub a. Forst 2:1 (1:0)

Beide Teams kamen vor 540 Zuschauern bereits kurz nach Anpfiff zu klaren Chancen, doch sowohl Christian Fischer nach Vorlage von Philipp Merz (3.) als auch René Schulz per Kopfball auf der Gegenseite (5.) brachten nicht die nötige Präzision in ihre Aktionen. In der Folge riss die TSG das Spielgeschehen an sich und profitierte von einer doch sichtbaren Nervosität bei der jungen Gruber Mannschaft. Die TSG hatte zunächst in Person von Kapitän Sebastian Pirsch die Führung nach einem Eckball auf dem Fuß, Dominik Bohlein blockte jedoch dessen Schuss in höchster Not (23.). Direkt mit dem nächsten Eckball zappelte dann doch der Ball im Netz des TSV, nachdem Fischer frei stehend aus acht Metern zum 1:0 traf (24.). Die Gruber brauchten einige Zeit, um sich zu fangen, hatten jedoch kurz vor der Halbzeit zwei dicke Gelegenheiten. Ein zunächst harmlos wirkender Schuss von Tom Krain strich Zentimeter neben dem linken Pfosten vorbei, und auch der blank stehende Schulz verzog aus 14 Metern nur knapp.
Die erste gefährliche Aktion in der zweiten Hälfte bescherte den fortan immer mutiger aufspielenden Grubern direkt den Ausgleich: Bei einem Laufduell zwischen TSG-Abwehrchef Yannic Zinke und Schulz kam Letzterer zu Fall. Schiedsrichter Tim Michel (SV Steinwiesen) zeigte ohne zu Zögern auf den Punkt. Den Strafstoß verwandelte Fabian Wittmann sicher zum 1:1 (68.). Die Niederfüllbacher zeigten sich jedoch nur kurz geschockt und hatten in Person von Christian Fischer den Matchwinner in ihren Reihen. Eine harmlos wirkende Quergabe von Adrian Stammberger nahm Fischer direkt aus dem Lauf und hob den Ball über Torhüter Steffen Heyn ins Netz (75.). Grub hatte direkt mit der nächsten Aktion den Ausgleich auf dem Fuß, Wittmann scheiterte jedoch am glänzend parierenden Torhüter Dominik Rädlein (78.). Niederfüllbach hielt die Führung sicher gegen den zu ideenlos anrennenden Kreisklassisten. Als TSV-Kapitän Bohlein in der Nachspielzeit wegen Meckern mit Gelb-Rot den Platz verlassen musste, war die Partie entschieden. "Die Partie stand heute auf keinem hohen spielerischen Niveau und war hauptsächlich durch Kampf geprägt", sagte TSV-Betreuer Jürgen Wittmann. "Mein Glückwunsch geht an Niederfüllbach, die einen Tick reifer agierten und nicht unverdient gewannen." Bei der TSG vertrat Benjamin Esch den im Urlaub weilenden Trainer Matthias Rödel: "Der Sieg war aus meiner Sicht verdient, da wir mehr Torchancen hatten und mehr für das Spiel investierten. Wir sind einfach glücklich, dass wir die verkorkste Saison doch noch retten konnten und werden heute noch gebührend feiern." babü
Spvg Ahorn -
Spvg Wüstenahorn 1:2 (1:0)

Zunächst spielte sich der Großteil des Geschehens im Mittelfeld ab, zwingende Tormöglichkeiten gab es vor 997 Zuschauern in Eicha zunächst keine. In der 23. Minute probierte es der Ahorner Jonas Domscheit mit einem Linksschuss, doch der Ball ging über das Tor. Nachdem die Wüstenahorner in der 38. Minute nach einem Freistoß eine erste gute Kopfballmöglichkeit duch Gerhard Reiter hatten, erzielte Ahorn im direkten Gegenzug das 1:0. Emanuel Kiutra flankte von der rechten Seite und fand Domscheit an der Strafraumgrenze. Dieser brachte zwar bei seinem Kopfball durch Rücklage kaum Druck auf den Ball, doch der Wüstenahorner Torhüter Julian Becker konnte das Spielgerät nicht festhalten, der Ball kullerte über die Linie.
Drei Minuten nach Wiederbeginn der Ausgleich für Wüstenahorn. Roberto Weiß setzte sich auf der linken Außenbahn energisch gegen mehrere Gegenspieler durch, spielte den Ball gekonnt in den Fünfmeter-Raum, und Reiter drückte den Ball zum Ausgleich über die Linie. Eine Minute später hatten die Wüstenahorner sogar die große Möglichkeit zur Führung. Nach einem Fehlpass des Ahorners Mike Mehnert hatte Sascha Steiner freie Bahn, Torhüter Fabian Warth war allerdings mit einer Fußabwehr zur Stelle. Auf der anderen Seite verfehlte Florian Nausch mit einem Schuss aus 18 Metern das Tor knapp (69.). Eine weitere gute Schussgelegenheit für die Ahorner vergab Danny Heinze vier Minuten später. Die hart umkämpfte Partie stand auf des Messers Schneide - mit dem besseren Ende für den bisherigen Kreisklassisten.
Der technisch starke Patrick Düsel setzte sich durch und bediente den mitgelaufenen Steiner, der sich diesmal die Chance nicht nehmen ließ und den Ball im rechten unteren Eck versenkte. Riesenglück hatten die Wüstenahorner in der 87. Minute, als Tormann Warth einen abgefälschten Schuss des Ahorners Dominik Kieser gerade noch an die Latte lenken konnte. ct