Architekt Marcus Seifert berichtete dem Gemeinderat bei der jüngsten Sitzung über den Stand der Baumaßnahme für das Backhaus in Dittlofsroda, die durch die umfangreichen Eigenleistungen sehr gut vorangegangen seien.

Man sei soweit, dass als nächstes der Ofen eingebaut werden könne. Gerade beim Abriss des alten Pfarrhauses hätten diese Eigenleistungen zu Kosteneinsparungen geführt, die sich bei den nun entstandenen Mehrkosten positiv auswirken würden.

Zu den Mehrkosten sei es durch den benötigten Stromanschluss, den Blitzschutz und Elektroarbeiten gekommen. Beim Stromanschluss sei das Problem, dass die Leistung des vorhandenen Anschlusses nicht ausreiche und deshalb ein neuer Anschluss gelegt werden müsse. Die Kosten dafür könnten durch Eigenleistungen gesenkt werden. Die benötigte elektrische Leistung im Feuerwehrhaus sei wegen der Elektroheizung so hoch, hieß es auf Anfrage aus dem Ratsgremium.

Da es eine Pflicht gebe, dass auf allen Feuerwehrhäusern ein Blitzschutz angebracht sein muss und dies auf dem Feuerwehrhaus in Dittlofsroda bisher nicht der Fall sei, müsse dies nachgeholt werden, was zu weiteren Kostenerhöhungen führt.

Keine Alternative

Letztendlich sei nach Einrechnung der Einsparungen ein Betrag von fast 20 000 Euro entstanden, der zusätzlich zu finanzieren sei.

Der Gemeinderat war sich einig, dass es zu einer Genehmigung der Mehrkosten eigentlich keine Alternative gebe und stimmte einer Übernahme einstimmig zu.

Auch dem Bauantrag für den Anbau an eine bestehende Lagerhalle am Standort Limpelbach 13 stimmte der Gemeinderat Wartmannsroth zu.

Für den aus der letzten Sitzung verschobenen Tagesordnungspunkt zu Informationen über die aktuelle Bedarfsermittlung für Kinderbetreuungsplätze in der Gemeinde waren die beiden Kindergartenleiterinnen in der Sitzung anwesend.

Aus den Kinderzahlen geht hervor, dass eine weitere Gruppe für die Regelkinder notwendig ist. Die Räumlichkeiten dafür sollen im Kindergarten in Schwärzelbach im Zuge der Generalsanierung geschaffen werden.

Ausweichquartier altes Rathaus

Für die Zeit der Baumaßnahmen, die im September diesen Jahres beginnen und mindestens eineinhalb Jahre dauern sollen, soll das alte Rathaus in Wartmannsroth als Ausweichquartier dienen. Allerdings, so Bürgermeister Florian Atzmüller, der auch Vorsitzender des Kindergartenvereins ist, müsse der erhöhte Bedarf an Kindergartenplätzen auch schon in der Phase der Baumaßnahmen abgebildet werden. Dazu müsse das Ausweichquartier so dimensioniert sein, dass die Räumlichkeiten für eine weitere Gruppe eingeplant sind.

Möglich dafür wäre die nun leerstehende Wohnung im alten Rathaus oder der Turnraum im Kindergarten Wartmannsroth, der dazu zum Gruppenraum umfunktioniert werden müsse. Dies müsse noch mit dem Jugendamt abgestimmt werden, wobei momentan der Fokus auf dem Turnraum im Kindergarten liege.

Gemeinde tritt Netzwerk bei

Abschließend wurde auch von den beiden Kindergartenleiterinnen klar gestellt, dass nach jetzigem Stand ihrer Ansicht nach der Platz im Ausweichquartier ausreichen würde. Bürgermeister Florian Atzmüller sicherte zu, die Eltern rechtzeitig zu informieren.

Zum Beitritt der Gemeinde zu einem Klimaschutznetzwerk hatte sich der Gemeinderat schon in der letzten Sitzung positiv geäußert und dem Bürgermeister grünes Licht für eine Interessenbekundung seitens der Gemeinde gegeben.

Über das von Münnerstadts Klimaschutzmanager Stefan Richter geplante Netzwerk sollen vorbeugende Maßnahmen zur Reduktion der Auswirkungen des Klimawandels ergriffen werden, wie zum Beispiel klimafreundlicher Ausbau erneuerbarer Energien, Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel oder auch regionale Wertschöpfung. Der Gemeinderat stimmte dem Beitritt ohne Gegenstimmen zu.