Am Beruflichen Schulzentrum in Kronach wurden auch in Corona-Zeiten wieder fleißig Pakete für die Weihnachtstrucker-Aktion der Johanniter-Unfall-Hilfe gepackt. Am Mittwoch konnten mehr als 45 Kartons übergeben werden.

Die Corona-Pandemie hat auch die Berufsschule vor große Herausforderungen gestellt. So stellte sich auch die Frage, ob sich unter den gegebenen Umständen die Weihnachtstrucker-Aktion durchführen ließe. Schulleiter Rudolf Schirmer begegnete daraufhin kurz und knapp: "Na freilich sind wir wieder mit dabei." Und schon ging die Planung und Abstimmung mit der Johanniter-Unfall-Hilfe unter der Leitung von Studienrat Florian Ohnemüller los. Von Ende November bis Mitte Dezember wurden mit viel Leidenschaft und nach einer vorgegebenen Packliste Lebensmittel, Spielsachen sowie Hygieneartikel eingekauft und transportsicher in Kartons verpackt. "Es gilt eben auch in einer solch schwierigen Zeit, zusammenzustehen und für hilfsbedürftige Menschen da zu sein", zeigt sich Rudolf Schirmer sichtlich stolz über die große Anzahl an Paketen, die sich im Vergleich zum vergangenen Jahr und trotz der Corona-Pandemie steigerte.

Das Berufliche Schulzentrum in Kronach ist in diesem Jahr bereits zum 8. Mal dabei, weshalb die Weihnachtstrucker-Aktion als fester Bestandteil im Jahresablauf angesehen werden kann. An der Aktion haben sich neben den zahlreichen Klassen der Berufsschule und Berufsfachschulen auch die Hausmeister, die Schulverwaltung und Familien der Lehrkräfte beteiligt. In diesem Jahr konnte die Aktion leider nicht wie geplant über drei Wochen laufen, da die Klassen mit dem 9. Dezember in den Distanzunterricht wechselten. "Da wurden zum Schluss nochmal alle Kräfte gebündelt", würdigt Studienrat Florian Ohnemüller. In den nächsten Wochen treten die Pakete nun ihre Reise an. Zielregionen sind Albanien, Bosnien, Bulgarien, Rumänien und die Ukraine mit rund 270 Verteilstellen, wo die Pakete an bedürftige Menschen an Schulen, Kindergärten und Kinderheime, an Behinderteneinrichtungen und Altenheime übergeben werden. hs