Die schwäbische Gemeinde Buttenwiesen war Austragungsort der Bayerischen Crossmeisterschaft 2020. Über 500 Läufer aus 109 Vereinen gingen bei guten Witterungsbedingungen auf die relativ flache, aber durch Nässe zum großen Teil grundlose, matschige 1100 Meter-Runde ins Rennen. Dabei waren sieben Athleten des TV 48 Coburg und ein Läufer des TSV Mönchröden.

Am stärksten präsentierte sich das Trio Addisu Tulu Wodajo, Moritz Luber und Zacharias Wedel im Hauptlauf über 8800 Meter, gleich acht Runden, sowie Jürgen Wittmann im Lauf der Senioren über 6600 Meter, alle TV 48 Coburg. Addisu Tulu Wodajo, der vom Bayerischen Leichtathletik-Verband als Mitfavorit eingestuft wurde, konnte das Tempo der Führungsgruppe nicht mitgehen und durchlief als guter Sechster mit 29:23 Minuten die zum Teil grundlose Strecke. Wodajo konnte, wie er selbst meinte, aus beruflichen und familiären Gründen sein normales Training in den letzten Monaten nicht planmäßig durchziehen. Besser lief es für beiden Youngsters Moritz Luber und Zacharias Wedel, die durch eine tolle kämpferische Leistung die Top-Ten-Plätze neun und zehn errangen. Sie erreichten dabei zeitmäßig nicht allzu weit hinter Wodajo das Ziel. Erfreut konnte dieses Trio bei der Siegerehrung die Bronzemedaille entgegen nehmen. Die drei ersten Vereine in dieser Teamwertung lagen sehr eng beinander. Sieger LG Regensburg hatte nur zwei- und die LG Passau einen Punkt mehr als die Vestestädter.

Ein interessantes Rennen gab es bei den Senioren über 6600 Meter zu sehen. Schon in Runde eins übernahm Mitfavorit Jürgen Wittmann die Spitze und machte das Tempo. Offensichtlich hat er sich dabei zu sehr verausgabt und musste einem Läufer den Vortritt lassen. Mit Gesamtplatz zwei in der stark besetzten M40 und 22:16 Minuten durfte Wittmann letztlich aber sehr zufrieden sein.

Mit seinen Teamkollegen Timo Gieck (14./M35) und Martin Militzke (17./M35) belegte er noch Platz fünf in der Teamwertung. In der W55 verfehlte Christine Schrenker vom TV 48 Coburg über die Distanz von 5500 Meter, gleich fünf Runden, als Vierte den Bronzeplatz mit 24:19 Minuten sehr knapp.

Nur Herrmann war am Start

Hendrik Herrmann vom TSV Mönchröden, der einzige Nachwuchsläufer aus dem Kreis Oberfranken West, hatte es schwer, sich im Feld der Klasse MU18 über 3300 Meter im Spitzenfeld zu platzieren. Nach einem zügig gelaufenen Rennen war es mit 11:41 Minuten Platz elf. Erstaunlich, dass aus dem Leichtathletikkreis Oberfranken West, außer den beiden genannten Vereinen, kein weiterer Klub Läufer zum Wettbewerb schickte.