Bamberg — Die Museen um den Bamberger Dom geben am 13. September Einblick in Handwerk und Technik in Mittelalter und Renaissance. "Mit Spezialführungen zur Treppenbaukunst in der Alten Hofhaltung und kunstvollen Wand- und Glasmalereien in der Andreaskapelle im Kreuzgang des Domes werden die Türen zu sonst verschlossenen Bereichen geöffnet", kündigt Birgit Kastner an, die Dombergkoordinatorin.
Neben den Führungen, für die man sich wegen der begrenzten Teilnehmerzahl anmelden muss, gibt es ein für jedermann offenes Informations- und Besichtigungsangebot für alle Interessierten: Die Dombauhütte zeigt von 10 bis 16 Uhr Steinmetzkunst einst und heute.


Technik wie anno dazumal

Die Bamberger Dombauhütte ist eine von drei staatlichen Dombauhütten in Bayern und in der Alten Hofhaltung untergebracht. Sie löste 1929 das so genannte Kunigundenwerkamt ab, eine vom Domkapitel geführte Einrichtung, die für die Arbeiten am Dom zuständig war. Bis heute arbeiten die Steinmetze der Dombauhütte mit traditionellen Handwerkstechniken. Am "Tag des offenen Denkmals" kann man ihnen im Innenhof der Alten Hofhaltung bei der Steinbearbeitung zusehen. In einem eigens eingerichteten Schauraum informieren sie über Werkzeuge, Techniken und Arbeitsmaterialien.


Wichtig: zu Führungen anmelden

Nachfolgend wichtige Informationen zu den Führungen im Einzelnen. Zu den sonst nicht zugänglichen Treppentürmen in der Alten Hofhaltung gibt es Sonderführungen um 13.30 und 14.30 Uhr durch die Dombergkoordinatorin. Vorgestellt wird eine große technische und handwerkliche Leistung der frühen Renaissance.
Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf maximal 15 Personen begrenzt und nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Dazu liegt am Denkmaltag in der Dombauhütte im Innenhof der Alten Hofhaltung eine Liste aus.
Mittelalterliche Wand- und Glasmalerei wird im Kapitelhaus am Dom, heute das Diözesanmuseum, gezeigt. Das Haus wurde 1730/1733 von Balthasar Neumann unter Einbeziehung des Kreuzgangs aus dem 15. Jahrhundert errichtet. In zwei Sonderführungen wird am Denkmaltag die sonst verschlossene Andreaskapelle im Kreuzgang gezeigt: Sie wurde im Jahre 1414 geweiht und befindet sich über dem Nordjoch des Westflügels. In ihr hat sich eine reiche Ausstattung an Wandmalerei, Glasmalerei aus dem 15. Jahrhundert und Steinmetzkunst erhalten. Um 1600 entstand eine neue Raumfassung.
Am 13. September haben Interessierte bei zwei Führungen um 10.30 und 12 Uhr mit Museumsleiter Holger Kempkens Gelegenheit, den sonst verschlossenen Raum zu erleben. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung unter der Rufnummer 0951/5022502 und bis spätestens 11. September möglich. red