Bayreuth — Bei den internationalen bayerische Segelflugmeisterschaften in Bayreuth hat sich Gerd Peter Lauer vom Aero-Club Lichtenfels für die deutschen Meisterschaft 2015 der Standard-Klasse qualifiziert.
Nach anspruchsvollen sieben fliegbaren Wettbewerbstagen lag Lauer auf Gesamtplatz 3 in der Standard-Klasse. In der internationalen Wertung erreichte er hinter seinem Teampartner, dem ehemaligen Weltmeister Michael Buchthal aus Freudenstadt, Rang 5. Damit ist Gerd Peter Lauer mit seiner LS 8 mit 15 m Spannweite abermals für die "Deutsche" qualifiziert.
Die Wetterbedingungen in den zwei Wettbewerbswochen nach Pfingsten waren für die insgesamt 90 Piloten in drei Klassen nahezu optimal, streckenweise jedoch fliegerisch auch schwierig einzuschätzen und sehr selektiv. So gab es tagtäglich neben schnellen Streckenabschnitten entlang des Thüringer Waldes, Bayerischen Waldes und Erzgebirges auch immer wieder Durststrecken zu überwinden. Etwas zu optimistisch getroffene taktische Entscheidungen brachten Lauer und seinen Teampartner bei zwei Flügen sogar in große Schwierigkeiten und beinahe um die angestrebte Qualifikation.
So endete ein zu forsch angesetzter Endanflug am zweiten Wertungstag beinahe mit einer Außenlandung 20 km vor dem Ziel. Große Probleme gab es auch am siebten und letzten Wettbewerbstag auf dem Streckenabschnitt aus dem Bayerischen Wald in Richtung Kelheim.
Die gut aussehenden Thermikwolken in der Donauebene spendeten bei starkem Gegenwind nur geringe oder keine Aufwinde, sodass ein Steinbruch bei Kelheim in sehr niedriger Höhe als "Thermikspender" angeflogen werden musste. Mit dem notwendigen Quäntchen Glück und der Erfahrung aus vielen Wettbewerben wurde die missliche Situation jedoch nach längerem Kampf ums "Obenbleiben" noch gerettet.
Der Lichtenfelser Architekt zeigte sich bei der Nachbetrachtung mit dem Ergebnis und der Leistung im Team mit Michael Buchthal sehr zufrieden. Nach einer längeren Wettbewerbspause in den vergangenen Jahren lagen die Tagesplatzierungen immer unter den ersten Zehn und die Durchschnittsgeschwindigkeiten meist über 100 km/h bei ausgeschriebenen Streckenlängen zwischen 178 km und 545 km. Die Vorbereitungen und das intensive Training mit dem Partner im Frühjahr wurden somit belohnt. Den kommenden sportlichen Herausforderungen bei der "Deutschen" sieht Lauer mit Zuversicht entgegen. red