von unserem Mitarbeiter Erich Bilek

Coburg — Am 3. Spieltag lichtete sich das Spitzenfeld auf nur noch drei Mannschaften ohne Punkteinbuße. Dazu zählt auch der HSC 2000 Coburg II, der mit einem überraschend klaren 31:22-Sieg die Hürde gegen den zweimaligen Vizemeister aus Waldbütttelbrunn in Rödental souverän meisterte.
Daneben war der hauchdünne 22:21-Erfolg der SG DJK Rimpar II im Reserveduell bei HC Erlangen II auch nicht gerade zu erwarten, während die übrigen Begegnungen teils klare Favoritensiege brachte. HaSpo Bayreuth machte mit dem sicheren 34:27-Erfolg beim noch unbesiegten HS Sulzbach deutlich, dass ee ganz oben mitspielen wird.
Dass am Tabellenende die drei Aufsteiger aus Erlangen-Bruck, Allach und Fürstenfelsbruck II stehen, macht nach deren bisherigen Niederlagen die Nachteile eines Neulings deutlich. Auch die Franz-Goebel-Halle scheint ein gutes Pflaster für die HSC-Reserve zu sein, denn gegen den vermeintlichen Favoriten aus Waldbüttelbrunn erzielte das Team von Trainer Ralf Baucke einen überzeugenden Sieg.


HSC 2000 Coburg II gegen DJK
Waldbüttelbrunn 31:22 (15:12)

Im Angriff des HSC II haperte es am Zusammenspiel. Dafür setzten sie die Angreifer mit Einzelaktionen recht gut in Szene. Ein versprechendes 6:3 war bald von den spielstarken Unterfranken egalisiert, ohne dass es die Coburger groß beeindruckte, die mit schnellen Gegenstößen auf 10:6 davon zogen. Aber auch diesmal schlug die DJK mit dem 11:11 (26.) wieder zurück, ehe innerhalb von nicht einmal zwei Minuten das 14:11 folgte. Nach der überaus spannende ersten Halbzeit machte Marcel Heil Sekunden nach dem Wiederanpfiff das 16:12 und der HSC II übernahm schließlich immer mehr das Kommando, setzte dem guten Kreisanspielder des Gegners und deren kompromissloses Abwehrverhalten Energie und Durchsetzungsvermögen entgegen. Die weiterhin guten Leistungen der Torleute (Titze mit zwei gehaltenen Strafwürfen) waren ein weiterer Kernpunkt der Partie, nachdem der HSC, zweimal durch Göhl, Heil mit einem Kracher, Göhl mit einem Siebenmeter und Karapetjan nach einem tollen Tempogegenstoß, zum 23:16 davonzogen. Den immer stabiler werdenden Coburgern war nun nicht mehr beizukommen, wenngleich Waldbüttelbrunn mit hohem Einsatz versuchte, das Spiel doch noch zu drehen. Aber man merkte, das dem DJK-Coach Karoly Kovacs mit Bohuslav Zeleny die Führungskraft fehlte und auch den Ex-Coburger Max Drude (verletzt) nicht dabei hatte.
Das schmälert aber keineswegs die gute Gesamtleistung der Coburger, bei denen neben den Torleuten Faber und Titze vor allem das Trio der Scharfschützen Göhl, Karapetjan, Heil, das mit einigen Granaten und schnellen Konterangriffen für 22 Treffer sorgte, sowie die umsichtige Regie von Jonathan Rivera bei brenzligen Situationen die Zeichen in diesem Tempospiel setzten.
Auch eine unberechtigte Zeitstraffe gegen Rivera änderte in der Schlussphase nichts, denn die Coburger waren nach dem 25:19 (51.) vom Gegner nicht mehr zu bremsen. ebi