Die Situation nach dem Suizid eines nahestehenden Menschen ist für die Hinterbliebenen mehr als schwer. Zur Trauer nach dem Verlust kommen Schuldgefühle, Scham, Ohnmacht und Verzweiflung.

Der Verein Agus (Angehörige um Suizid) hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Menschen zu helfen. Neben den knapp über 80 Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland und weiteren Beratungsangeboten veröffentlicht Agus auch eine eigene Broschürenreihe zu Themen, die Suizidhinterbliebene bewegen.

So sind vor kurzem zwei neue Broschüren erschienen. Die eine beschäftigt sich mit Suiziden im beruflichen Kontext und die andere fragt nach Resilienzen.

Wenn ein Mensch sich selbst tötet, sind davon oftmals auch Kollegen am Arbeitsplatz betroffen. Wie soll man als Vorgesetzter damit umgehen? Wie soll man als Kollege/Kollegin reagieren?

Die eigenen Widerstandskräfte wiederzufinden, ist nach dem Suizid eines anderen Menschen alles andere als einfach. Oftmals ist hier das soziale Umfeld eine große Hilfe. Doch den entscheidenden Schritt, um wieder zurück ins Leben zu finden, müssen die Hinterbliebenen selbst unternehmen. Woran kann ich in meiner Situation noch anknüpfen? Welche Kraftreserven habe ich noch? Was tut mir gerade gut?

Beide Broschüren wurden im Rahmen der Selbsthilfeförderung durch die DAK-Gesundheitskasse gefördert. Sie können kostenlos über die Agus-Homepage unter www.agus-selbsthilfe.de oder in der Agus-Bundesgeschäftsstelle bestellt werden (E-Mail: kontakt@agus-selbsthilfe.de; Telefonnummer 0921/ 150 03 80). red