Nach schwerer Krankheit ist die Schönstatt-Schwester Maria Elistrud Scheuplein mit 87 Jahren verstorben. Schwester Maria Elistrud war Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande. "Viele Attribute zeichnen die Verstorbene aus: Seelsorgehelferin und Katechetin, begnadete Erzieherin, Jugendreferentin, Mütter- und Wallfahrtsschwester, Zeitzeugin von Pater Josef Kentenich, dem Gründer der Schönstattbewegung, Strukturentwicklerin sowie Ansprechpartnerin für die Schönstattbewegung", beschreibt Martin Emge, Regionaldekan und Präses der Schönstattbewegung Schwester Elistrud Scheuplein.

Das als Hedwigsheim bekannte Spätaussiedlerinnenwohnheim des Sozialdienstes katholischer Frauen führte Scheuplein als Heimleiterin so herausragend, dass ihr dafür das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde. Zugleich schuf Schwester M. Elistrud im Hedwigsheim einen neuen Stützpunkt für die Bamberger Schönstattfamilie. Als Vorläufer des Diözesanfamilienrates wurde im Hedwigsheim ein erster Verantwortlichenkreis gegründet. M. Elistruds Leben war von einem missionarischen Seelsorgestil geprägt, ganz im Geist der frühen Apostelzeit. "Sie war eine Frau, die sich über Kleinigkeiten herzlich freuen konnte und große Freude ausstrahlte", sagt Emge.

Geboren wurde Maria Elistrud Scheuplein in Mainbullau, in der Diözese Würzburg. Während ihres Noviziats arbeitete sie in Kindergärten und Kinderheimen im Schwäbischen. Nach Bamberg war die Marienschwester 1974 versetzt worden. map