Arthur Stollberger Nüdlingen  —  Wie die Wallfahrtsführer der traditionellen Nüdlinger Vierzehnheiligen-Wallfahrt, Oliver Speck und Stellvertreter Florian Schneider, mitgeteilt haben, musste die traditionelle Vierzehnheiligen-Wallfahrt aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage abgesagt werden. Sie kamen zu folgender Einschätzung: "Zwar beinhaltet der Grundgedanke einer Wallfahrt gerade in schlechten Zeiten, durch gemeinsames Singen und Beten Gott zu danken bzw. eine Verbesserung der Lebensumstände herbeizuführen. Doch gerade die Corona-Pandemie zwingt uns auf Abstand zu gehen, und deshalb ist eine gemeinsame Wallfahrt nicht möglich. Stellt euch vor, ihr müsst mit einem Mundschutz die Haßberge oder den Gereuther Hügel hinaufhecheln oder ihr dürft euch nach der Ankunft nicht umarmen und beglückwünschen." Die Entscheidung, die Wallfahrt abzusagen, habe viele Gründe. Man habe große Verantwortung gegenüber der Wallfahrergruppe selbst, die aus verschiedenen Ecken Bayerns, ja sogar Deutschlands kommt. Man trage auch Verantwortung gegenüber den älteren Mitwallfahrern, die eine Infektion nicht gut wegstecken würden.

Auch denke man an die Herbergseltern in Kerbfeld, Goßmannsdorf und Umgebung, die aufgrund ihres Alters besonders gefährdet seien. Und schließlich trage man Verantwortung für die Daheimgebliebenen. Die Wallfahrtsführer meinen, dies seien auf jeden Fall gute und vernünftige Gründe, die Wallfahrt in diesem Jahr nicht anzutreten. Man hoffe auf allseitiges Verständnis für diese Entscheidung.

"Wie schön wäre es gewesen. Wenn wir 2020 unter den Klängen der neuen Glocken in die Basilika von Vierzehnheiligen eingezogen wären. Umso mehr freuen wir uns, nächstes Jahr bei hoffentlich bester Gesundheit und überstandener Krise diesen Moment zusammen zu erleben. Denn wie die Simmershäuser Wallfahrer bereits erwähnten, kann uns diese Vorfreude keiner nehmen." "Also trainiert fleißig weiter und lasst euch nicht unterkriegen!", fordern die Wallfahrtsführer Oliver Speck und Stellvertreter Florian Schneider alle Teilnehmer auf.