Roberta Schorr

Der komplett in schwarz gehaltene Hintergrund der großen Bilder ist Absicht - nichts soll den Blick des Betrachters ablenken. Im Mittelpunkt stehen Menschen in ganz besonderer Kleidung. Die Trachten sind in Handarbeit hergestellte Unikate, die den historischen Originalen im Wesentlichen nachempfunden wurden.
Die Ausstellung "Oberfranken betrachtet" ist im Pfalzmuseum in Forchheim seit dem 22. September bis zum 31. Oktober zu sehen. Geöffnet ist sie immer Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr.


Verbundenheit mit der Heimat

Der Besucher blickt in lachende, anmutige und stolze Gesichter. Was diese Menschen mit dem Fotografen Walther Appelt verbindet, ist die Liebe zur Tracht und die Verbundenheit zur fränkischen Heimat. Der Industriefotograf, der für die Erlanger HL-Studios weltweit fotografiert, zeigt mit seinen zahlreichen Fotografien die Besonderheiten des regionalen Kleidungsstils auf. Die Ausstellung wird ihrem Motto "Vielfalt Heimat" mehr als gerecht.


Mit Informationen angereichert

Den Besuchern werden farbenprächtige und liebevoll gearbeitet Trachten gezeigt, deren Herstellung schon eine Kunst für sich ist. Die Ausstellung von Walther Appelt ist zudem nicht nur was für's Auge, denn durch die kleinen Infotafeln unter jedem Bild werden dem Besucher weitere Informationen angeboten.
Diese betreffen die regionalen Unterschiede und Bedeutung der verwendeten Materialien und Farben der Trachten, aber auch, welche Kleidungsstücke zu welchen Anlässen getragen werden oder welche Bedeutung dem Kopfschmuck zukommt.
Applet zeigt, dass Trachten auch heute noch "modern" bei Jung und Alt sind und dass regionale Traditionen in der heutigen Zeit noch Bestand haben.
Was diese Ausstellung so besonders macht, ist die puristisch Darstellungsweise, die gerade dadurch die Schönheit jeder einzelnen Fotografie zu Geltung bringt.