Das Tanzpaar Kerstin Hahn und Achim Hobl bot den Tänzern der Tanzabteilung im ASV Niederndorf vor kurzem in der Carl-Platz-Turnhalle in zwei Workshops zu je 90 Minuten Lateintechnik vom Feinsten an. Das Paar Hahn/Hobl war den Niedern-dorfern bereits bekannt durch seinen Auftritt beim festlichen Ball des ASV im Dezember. Es zählt als Zehn-Tänze-Paar mit zu den erfolgreichsten Turnierpaaren in der höchsten deutschen Tanzklasse S, Senioren II. Nicht nur national ertanzten sich die beiden viele Erfolge, sondern auch international - wie den neunten Platz bei der Weltmeisterschaft 2018 in Breslau.

Die tänzerische Klasse und das absolut ungezwungene und sympathische Auftreten des Tanzpaares sorgte im Dezember für Begeisterung bei den Ballbesuchern. Die Trainer der Tanzabteilung Renate und Wolfgang Rühling hatten deswegen die Idee, das Paar zu einem Workshop einzuladen.

Die Erwartungen waren groß. Zum ersten Workshop versammelten sich knapp 80 Tänzer in der Carl-Platz-Turnhalle. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie muss sich der Körper, wie müssen sich die Füße bewegen, um die Rumba, den Cha-Cha-Cha, den Jive oder die Samba ausdrucksstark und klar voneinander unterscheidbar tanzen zu können? Mit vielen einzelnen, methodisch toll aufgebauten Übungen wurden die Teilnehmer behutsam an die speziellen Bewegungen der verschiedenen Tänze herangeführt. Die 90 Minuten vergingen wie im Fluge - die Paare merkten kaum, dass sie fast ununterbrochen in Bewegung waren.

Der zweite Workshop war noch eine Idee komplexer - ging es hier doch um das konfliktlastige Thema von "Führen und folgen". Am Beispiel der Rumba erarbeiteten Kerstin Hahn und Achim Hobl mit den Niederndorfer Tänzern das feinfühlige aufeinander Abstimmen innerhalb des Paares allein über die Hände. Ohne Kraft und Drücken schließt dabei der Herr die Füße der Dame mit einem kleinen Impuls aus dem Arm heraus oder führt sie zur richtigen Zeit mit der richtigen Handhaltung zur Drehung. In vielen Gesichtern konnte man die Freude ablesen, wie leicht es doch sein kann, wenn man nur den richtigen "Kniff" hat. Wolfgang Rühling