Zum 15. Mal spielten die Tüschnitzer Ortsvereine ihre traditionelle Boule-Meisterschaft um den Wanderpokal aus, der vom langjährigen Sprecher der Tüschnitzer Vereinsgemeinschaft, Dieter Wedel, gestiftet wurde.

Sieben Dreier-Teams konnten der Vorsitzende des ausrichtenden Tischtennisclubs Tüschnitz, Karl-Heinz Sladek, und Spartenleiter Boule, Wolfgang Franz, am Dorfplatz begrüßen. Erstmals nahmen für die Siedlergemeinschaft (SGT) gleich zwei Mannschaften teil. Der Dank der Tüschnitzer Boulefreunde galt insbesondere Ursula Wedel, die zwei Zirkel als Hilfsmittel zur Abstandsmessung der Kugeln und einen neuen von ihr gespendeteten Pokal überreichte.

Dieter Wedel, der dieses Jahr leider verstorben ist, wurde mit einer Schweigeminute der Dank erwiesen.

Gespielt wurde unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Regeln in zwei Vorrunden-Gruppen mit anschließenden Finalspielen. Es entwickelte sich ein sehr unterhaltsames Turnier, bei dem sicherlich der Spaß im Vordergrund stand, bei dem aber auch Ehrgeiz und Konzentrationsfähigkeit gefragt waren.

Favoriten kommen weiter

Zunächst war es keine Überraschung, dass mit "Tüschnitz Aktiv" (Dana und Alex Schulz, Helmut Fischer) und dem TTC I zwei Mannschaften die Gruppensieger stellten, die schon des öfteren vordere Platzierungen erreichten.

Aber bereits in der Vorrunde stellte sich heraus, dass die Familie Emonfomwan (Mary, Stacey, Melvin) das Spiel mit den Metallkugeln ziemlich gut beherrschte und dem Team vom TTC I (Wolfgang Franz, Karl-Heinz Sladek, Michael Weiß) bei der 10:13-Niederlage alles abverlangte.

Im Viertelfinale durfte der TTC I kampflos ins Halbfinale einziehen. Der TTC II (Werner Bischoff, Simona Eichhorn, Dieter Gawert) erreichte mit einem überraschend klaren 13:2-Erfolg über den Obst- und Gartenbauverein (Sabine Herzog, Sylvia Koch, Reiner Schwarz) die Vorschlussrunde. Der Deutsch- Französische Partnerschaftsverein (Rudolf Pfadenhauer, Gundi Pohl, Siegfried Schwarz) wurde gegen die SGT II (Macey Emonfomwan, Sarah Ellner, Angelina Plitzner) seiner Favoritenrolle gerecht und zog mit einem 13:7-Erfolg ebenso ins Halbfinale ein wie - und das war dann schon eine kleine Überraschung - die SGT I, die die Mitfavoriten von Tüschnitz Aktiv mit 13:10 besiegte.

Spätestens im Halbfinale, als die Familie Emonfomwan auch noch den Partnerschaftsverein mit 13:1 ausschaltete, deutete sich an, dass ein sensationeller Turniersieger im Anmarsch war. An der zweiten Bahn hielt der TTC I seine zweite Vertretung mit 13:3 überraschend klar in Schach.

Das Endspiel zwischen der Siedlergemeinschaft I und dem Tischtennisclub I hatte es in sich. Der TTC konnte - vor allem durch einen Fünfpunkte-Wurf - zwar eine zunächst beruhigende Führung von 7:1 bzw. 9:3 herausholen, aber Familie Emonfomwan, die nun auch den Edel-Joker Papa Sunday mit einsetzte, hielt dagegen und kämpfte sich Punkt für Punkt heran bis zum 11:11. Am Ende musste sicherlich auch das letzte Quäntchen Glück mit darüber entscheiden, dass der Tischtennisverein mit dem 13:11-Sieg den dritten Pokalsieg in Folge und den siebten seit Bestehen dieses Turniers verbuchen konnte. khs