Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Förderverein der katholischen Kita Sankt Josef in Kleukheim. Die Verantwortlichen hatten sich aus diesem Anlass etwas Besonderes einfallen lassen, das den Kindern ein Lächeln aufs Gesicht zauberte. Das "Willy-Wühlmaus"-Theaterteam um Sonja Geisler und Harald Neubauer konnte für eine Aufführung im örtlichen TSV-Sportheim gewonnen werden.

Rund 50 Jungen und Mädchen hatten ihre helle Freude an dem Musical "Willy Wühlmaus im Zirkus". Willi Wühlmaus, dargestellt von der als Frontfrau der Band "Moskitos" bekannten Sonja Geisler, schritt durch die Zuschauerreihen, ein fröhliches Lied auf den Lippen. In der 1995 erdachten Geschichte aus der Feder des verstorbenen Wolfgang "Dave" Grießer erkundet der neugierige und aufgeschlossene Nager die Welt, begibt sich auf Wanderschaft und entdeckt einen gerade gastierenden Zirkus. "Wir sind Schimpansen, wollen immer tanzen, springen rauf und runter, wir sind immer munter", trällerten an einer Stelle zwei im Primatenkostüm steckende Darsteller, die in den Haaren einiger Zuschauer nach Läusen suchten. "Keine Haare, keine Läuse", meinte einer der Mimen amüsiert, als er einen Vater entdeckte, der bereits eine Glatze hatte.

Den Bär aufgerweckt

Mit "Hokuspokus, eins, zwei, drei" zeigte ein Zauberer einen Seiltrick. Der Applaus gebührte natürlich nicht nur ihm, sondern auch den beiden Kindern, die auf die Bühne als Assistenten mitwirken durften. Immer wieder wurde das junge Publikum einbezogen, etwa beim Mitsingen des Liedes von "Zirkusmusiker" Maxl: "Und wenn wir stampfen, dann klingt das so" - diese Liedzeile etwa erfüllten die Kinder gehörig mit Leben. Auch ließen sich die Jungen und Mädchen nicht lange bitten, als der Clown sie fragte: "Wollen wir den Bär aufwecken?" Mit einem gemeinsamen, ohrenbetäubenden "Hallo Bär" wurde selbiger schnell aus seinen Träumen gerissen.

Bewusst sind die Willy-Wühlmaus-Musicals so komponiert, dass sie neben dem hohen Unterhaltungswert auch Gefühle vermitteln und keine rosarote Welt vorgaukeln. So mischten sich etwa nachdenkliche Züge in das im Grunde lebensfroh konzipierte Gemüt des Seiltänzers: "Ich bin Seiltänzer, Traumtänzer, denke an das Lachen von einem Kind, von Menschen, die zufrieden sind." Der traurige Tiger als weiterer Charakter des Stücks, gespielt von Rene Kraus, betont die Tatsache, dass Tiere natürlich am liebsten in Freiheit leben anstatt in Käfigen.

Beim fröhlichen Ende traten dann noch einmal alle Darsteller auf die Bühne und trällerten tanzend das Willy-Wühlmaus-Lied. Was bleibt, ist ein unvergesslicher Nachmittag für die Kinder - auch den Kind gebliebenen Erwachsenen dürfte die gelungene Aufführung gefallen haben.

Der lang anhaltende Applaus und die geforderte Zugabe, bei der der "Zirkusmusiker" noch einmal zum Mitsingen animierte, sprachen für sich. dell