Thurnau — Fünf treue Mitglieder hat der SPD-Ortsverein Thurnau geehrt. Vorsitzender Günther Schölzky und Unterbezirksvorsitzender Simon Moritz zeichneten Gisela Sesselmann, Reinhold Wiesenmüller, Peter Werner, Stefan Werner und Dietmar Bär für jeweils 25-jährige Mitgliedschaft aus.
Bei einer kleinen Feierstunde im "Fränkischen Hof" hob Günther Schölzky hervor, dass die SPD in der Großen Koalition sehr erfolgreich arbeite. Dennoch stagniere man in den Umfragen. Und in Thurnau? Da feiere sich die CSU für Dinge, die noch unter Bürgermeister Dietmar Hofmann auf den Weg gebracht wurden.
Simon Moritz nannte die Einführung des Mindestlohns einen Schritt gegen die weit verbreitete Ausbeutung. Wer arbeite, müsse davon auch leben können, wies er Kritiker zurück.
Fraktionschef Dietmar Hofmann betonte, dass die SPD/Offene Liste im Gemeinderat großen Wert auf eine konstruktive, aber kritische Mitarbeit lege. Nach außen hin scheine in Thurnau alles ruhig zu laufen, ihn beschleiche aber mehr und mehr das Gefühl, "dass der neue Kurs der Rathausspitze in eine Sackgasse führt und CSU und FDP doch die falschen Prioritäten setzen". Am deutlichsten werde das im Bereich Kunst und Kultur, der nahezu völlig zum Erliegen gekommen sei.
Sechs Jahre lang sei es gelungen, den Markt trotz angespannter Finanzlage weiterzuentwickeln. Ob Breitbandversorgung, Erdgasanschluss, Energiewende oder Haushaltssanierung - "all das trägt unsere Handschrift", so Hofmann, der daran erinnerte, dass die CSU aus wahlkampftaktischen Gründen den Haushalt zwei Mal abgelehnt habe.
Susan Müller verriet den internen Slogan der Fraktion: "Wir sind die Guten". red