Keine Ausstellungen, keine überregionalen Wettbewerbe, niemand konnte die Nachwuchstiere bestaunen - die Kleintierzüchter in Thurnau haben zwei schreckliche Jahre hinter sich, zog der Vorsitzende Helmut Ulbrich Bilanz. Doch zum Erliegen ist das Züchten auch in der Pandemie nicht gekommen. "Die Zuchten wurden weitergeführt und sorgen bei uns allen für Abwechslung und Ablenkung", sagte der Vorsitzende. Dennoch wurden im vergangenen Jahr 245 Ringe weniger an die Senioren und 25 Ringe weniger in der Jugendgruppe ausgegeben.

Vor allem bei den Hühnerhaltern ist ein starker Rückgang zu verzeichnen gewesen. "Es wurden insgesamt 270 Ringe weniger als 2020 bestellt. Nur mal zum Vergleich: Vor zehn Jahren hatten wir noch 1000 Ringe mehr ausgegeben", mahnte Ulbrich. Auch bei den Kaninchenzüchtern war die Situation dramatisch. Nur 73 Kaninchen wurden im vergangenen Jahr tätowiert. Dennoch freut sich der Kleintierzuchtverein schon über vier neue Mitglieder. Und auch die Impftermine für Hühner, Tauben und Kaninchen wurden gut besucht.

Die Thurnauer Züchter jedenfalls präsentierten ein ambitioniertes Jahresprogramm. Im Oktober ist eine Kaninchenschau - die Fehclubschau mit Havanna - geplant, im November soll die Kreisgeflügelschau und eine lokale Kleintierschau mit Geflügel und Kaninchen stattfinden. Doch der spaßige Höhepunkt wird wohl auch 2022 wieder das Hähnewettkrähen sein. Es soll am 2. Juli - diesmal in der Dieter-Ganzleben-Halle - stattfinden.

Mitglieder wurden für ihre Vereinstreue geehrt. Georg Richter und Manfred Puchtler waren Gründungsmitglieder des Kaninchenzuchtvereins Thurnau und halten dem Verein seit fünfzig Jahren die Treue. Patrick Ulbrich konnte für zwanzig Jahre Treue zum Verein ausgezeichnet werden und erhielt die Landesverbandsnadel Geflügel in Gold.

Mit Neuwahlen ging die Versammlung zu Ende. Gewählt wurden der zweite Vorsitzende für Geflügel Werner Rüger, Kassierer Konrad Hösch, Tätowiermeister Rainer Bergmann, der Zuchtwart für Geflügel Ralf Münch und der zweite Hallenmeister Ralf Haase sowie Ringwart Harald Ulbrich. so