Stück für Stück werden die Gasleitungen im gesamten Gemeindegebiet von Thurnau saniert. Dieses Jahr sind Schorrmühlstraße und Milzau an der Reihe. Zusammen mit den Gasleitungen soll gleich der Kanal erneuert werden, denn der ist marode. Das hat eine Kamerabefahrung gezeigt. "Die alten Kanäle sind rissig und müssen saniert werden, um den Fremdwassereintritt zu reduzieren", sagte Verwaltungsmitarbeiter Marcel Knapp am Montagabend in der Gemeinderatssitzung. Zudem gäbe es noch ein anderes Problem, denn der Kanal sei teilweise zu gering dimensioniert, was zu massiven hydraulischen Problemen führt, wie etwa Rückstau bei Starkregen. Bei der Sanierung sollen auch Wasserleitungen mit verlegt werden. Die laufen derzeit unter Privatgrundstücken. Für die Anwohner werden keine Kosten entstehen, da es sich um eine Kanalsanierungs- und nicht um eine Straßenbaumaßnahme handelt. Die Kosten für den gesamten Bereich Schorrmühlstraße und Milzau werden auf mehr als zwei Millionen Euro geschätzt. Daher soll zunächst nur ein Teilbereich von 220 Metern ausgeschrieben werden. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, die Planungsbüros IBB in Kulmbach und Dürrschmidt in Nürnberg mit der Ausschreibung für diesen Teilbereich zu beauftragen.


Kühlanlage an anderer Stelle

Der Netto-Lebensmittelmarkt hatte einen Antrag auf Befreiung vom Bebauungsplan gestellt. Anders als ursprünglich geplant, soll die Kühlanlage zum Parkplatz hin gebaut werden. Eine Einhausung soll den Lärmpegel senken. "Nachts werden die Schwellenwerte nicht überschritten und tagsüber ist das Geschehen auf dem Parkplatz lauter als das Aggregat", sagte Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU). Auch die Anwohner seien einverstanden. "Die Anlieger haben es akzeptiert. Ich sehe nicht, warum wir uns dagegen stellen sollten", sagte Veit Pöhlmann (FDP). Zum Beschluss wurde ein Nachsatz angefügt, der - auf Vorschlag Pöhlmanns - beinhaltete, dass die Kühlanlage "nach dem heutigen Stand der Technik" gedämpft sein soll. Der Gemeinderat stimmte mehrheitlich dafür, mit einer Gegenstimme.
Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) teilte mit, dass Thurnau in das Kommunalinvestitionsprogramm des Bundes aufgenommen wurde, das für die Sanierung des alten Rathauses 413 800 Euro zur Verfügung stellen wird.
Für den Thurnauer Bauhof sollen ein Lkw-Kommunalfahrzeug sowie Streuautomaten für den Winterdienst angeschafft werden. Einstimmig vergab der Gemeinderat den Auftrag zur Beschaffung des Lkws an die Nürnberger Daimler AG, die mit rund 131 000 Euro das günstigste Angebot gemacht hatte. Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) wies auf die derzeit günstigen Leasingkonditionen hin. Sowohl Bernd Wiesenmüller (SPD-OL) als auch Veit Pöhlmann (FDP) befürworteten einen Finanzierungskauf. Zur nächsten Sitzung wird die Verwaltung beide Varianten gegenüberstellen. Die Streuautomaten sind rund 30 Jahre alt und teilweise kaputt, so Verwaltungsmitarbeiter Benjamin Wich. Man habe Angebote für Festsalzanlagen eingeholt. Das günstigste lag bei rund 38 000 Euro für zwei Streuautomaten, einstimmig beschloss der Gemeinderat die Anschaffung.


Neues Feuerwehrauto

Einstimmig befürwortete der Gemeinderat eine Ausschreibung für ein Feuerwehrfahrzeug TLF 4000 für die Thurnauer Feuerwehr. Die Anschaffung wird im kommenden Jahr unter Vorbehalt der Haushaltsgenehmigung erfolgen. Eine Beschlussfassung zur Ersatzbeschaffung von Hallentoren für das Feuerwehrhaus Hutschdorf wurde vertagt. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, rund 4100 Euro Materialkosten für die Überdachung eines Aufbewahrungscontainers zu übernehmen. Die dazugehörigen Arbeiten werden die Hutschdorfer Feuerwehrleute selbst durchführen.


Unmut über beschädigte Wege

Erwin Schneider (FW-ÜWG) kritisierte heftig das Protokoll einer kürzlich durchgeführten Windparkbegehung in Tannfeld und Alladorf. Schneider zufolge müsse der Betreiber dafür sorgen, dass durch Trassenverlegung beschädigte Wege wieder saniert würden. Dies solle im Protokoll festgehalten werden. Bürgermeister Bernreuther sagte: "Alles, was vereinbart war, muss umgesetzt werden." Die Verwaltung werde die Unterlagen noch einmal sichten. Möglicherweise wird das Thema in einer späteren Sitzung ausführlicher diskutiert.