Große Freude bei den Barmherzigen Brüdern in Bayern - nach 28 Jahren wieder eine Priesterweihe: Frater Thomas Väth (39) ist am 1. Juli von Kardinal Reinhard Marx im Dom zu Freising zum Priester geweiht worden. Das geht aus einer Pressemitteilung der Gremsdorfer Behindertenhilfe hervor.
Der in Marktheidenfeld geborene und auf den Namen Martin getaufte Unterfranke studierte zunächst Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit an der Katholischen Universität Eichstätt, dann Theologie an der Universität Würzburg. Viele Jahre engagierte er sich in der Jugendarbeit. Als er 2007 in den Orden der Barmherzigen Brüder eintrat, war er "froh, den Kranken und anderen Hilfsbedürftigen dienstbar zu sein, und zwar mit meinem ganzen Leben", ob nun in der Pflege oder in der Seelsorge.
Zwei Jahre später legte Väth seine Ordensgelübde auf Zeit, die Erste Profess, in der Kirche der Barmherzigen Brüder Gremsdorf ab. Der junge Ordensbruder bezeichnete seine Entscheidung selbst als ein "Ja zu Gott, aber auch ein Ja zu den Mitmenschen".


Heilen, aufrichten und verbinden

Im Jahr 2014 band er sich in der Feierlichen Profess endgültig an den Orden. In den vergangenen zwei Jahren absolvierte Frater Thomas den Pastoralkurs in der Münchner Pfarrei Christkönig. Zur Priesterweihe im Freisinger Dom reiste auch eine kleine Delegation aus Gremsdorf an. Kardinal Marx legte den sieben Neupriestern nahe, künftig "zu heilen, aufzurichten und Wunden zu verbinden".
Seine erste heilige Messe, die Ordensprimiz, feierte Pater Thomas Väth in der Krankenhauskirche St. Pius in Regensburg. Pater Thomas wird künftig dem Regensburger Konvent der Barmherzigen Brüder angehören und im Krankenhaus St. Barbara Schwandorf in der Seelsorge mitarbeiten. Er ist einer von drei Priestern der Bayeri-schen Ordensprovinz, die insgesamt 25 Brüder und rund 8000 Mitarbeiter in Krankenhäusern, der Behindertenhilfe und weiteren sozialen Einrichtungen zählt. red