von unserer Mitarbeiterin Evi Seeger

Aschbach — Im Aschbacher Seniorenzentrum Hephata feierte Therese Günl ihren 90. Geburtstag. Die Jubilarin wurde 1925 im donauschwäbischen Hodschag, im heutigen Serbien, als zweites von drei Kindern geboren.
1944 kam sie als Flüchtling nach Pommersfelden und fand im Ortsteil Steppach zusammen mit ihren Eltern und ihren beiden Schwestern eine zweite Heimat. Mit viel Fleiß und Ausdauer baute sie sich ihre Zukunft auf. Als junge Frau arbeitete sie als Damenschneiderin in Bamberg, bis sie Ende der 60er-Jahre im Architekturbüro ihres Mannes Max Günl ihre Aufgabe fand. Ihr einziger Sohn Willi verstarb schon 1980, Ehemann Max im vergangenen Jahr.
Therese Günl hat sich durch vielseitige Interessen wie Ahnenforschung, Lesen, Basteln und durch ihr handwerkliches Geschick fit gehalten. Ihre größte Erfüllung fand sie in ihrem Garten, den sie bis ins hohe Alter noch selbst liebevoll gestaltete und pflegte. Ihre Spezialität war der eigene Weinanbau, eine Gepflogenheit, die sie aus ihrem Geburtsort kannte und hier weiterführte. Die vielen Trauben verarbeitete sie selbst zu süßem Wein oder Federweißer. Jugenderinnerung, die so für sie greifbar blieb.
Im Seniorenheim lebt Therese Günl seit Sommer 2014. Zu ihrem Festtag gratulierte ihr einziger Enkelsohn Stefan mit seiner Frau Sonja, die beiden Urenkel Daniel und Elena, Schwiegertochter Elli sowie die Heimleitung. Die Glückwünsche der Stadt Schlüsselfeld und des Landrats überbrachte Schlüsselfelds Dritter Bürgermeister Bernhard Seeger (CSU). Aus ihrer ehemaligen Heimatgemeinde Pommersfelden sandte Bürgermeister Hans Beck die besten Wünsche.