Das Patronatsfest St. Anna bot einen würdigen Rahmen, zwei hochverdiente Mitglieder der Kirchengemeinde aus ihrem aktiven Dienst zu verabschieden: Organist Theo Zehnter und Mesnerin Irmgard Altmann. Im Mai 1947 hat Theo Zehnter angefangen, die Orgel in der Haiger Kirche zu spielen. Damit kann er auf ein 69-jähriges Wirken im Haiger Gotteshaus zurückblicken. Über die gesamte Zeit übte er diese liturgische Tätigkeit im Dienste der Musica Sacra für Gottes Lohn aus.


Menschen, auf die Verlass ist

Kirchenpfleger Adelbert Förtsch und Pater Waldemar Brysch nahmen dies zum Anlass, dem Organisten während des Festgottesdienstes zu danken: "Mit dem jahrzehntelangen Einsatz von Theo Zehnter ist ein langes Kapitel Haiger Kirchengeschichte verbunden", sagte der Kirchenpfleger. Das erzbischöfliche Ordinariat habe ihn bereits für seinen außergewöhnlich langen Orgeldienst ausgezeichnet. Zehnter sei Eigentümer einer Dankesurkunde von Domkapitular Hans Wich, dem Referenten für Kirchenmusik. Darin werde bescheinigt, dass der Gottesdienst seine vornehmste Form annehme, wenn er feierlich mit Gesang gestaltet werde.
Theo Zehnter habe dazu einen wesentlichen Beitrag geleistet und somit einen wahrhaft liturgischen Dienst vollzogen. Den Ruf Jesu, die christliche Botschaft in Wort und Tat weiterzugeben, habe der Organist verstanden und sei ihm fast sieben Jahrzehnte treu geblieben.
"Was wäre eine Gemeinde, wenn es nicht Menschen geben würde, von denen man weiß: Sie sind da, du kannst dich auf sie verlassen", fuhr der Kirchenpfleger fort. 1991 habe Irmgard Altmann gemeinsam mit Lorenz Rauh die Mesner-Aufgabe übernommen. Als ihr Mesner-Kollege im Jahr 2008 verstarb, habe sie diesen Dienst alleine weiter ausgeführt. Irmgard Altmann habe immer zur Verfügung gestanden. Zuverlässig habe sie alle Aufgaben zum Lob Gottes und zum Wohl der Kirchengemeinde gelöst.


Broschüre zur Kirchengeschichte

Das Patronatsfest nahm Reinhard Conradi zum Anlass, eine von ihm erstellte Broschüre vorzustellen. Sie trägt den Titel "Die Kirchengemeinde St. Anna Haig in Geschichte und Gegenwart". Die Broschüre informiert über das Geschehen bis zur Weihe des Gotteshauses und spannt einen Bogen bis in die heutige Zeit.
Sie will jedoch nicht nur Geschichte in Erinnerung rufen, sondern auch Anregungen geben, kirchliches Leben mitzugestalten. "St. Anna in Haig ist und bleibt ein bemerkenswertes Zeichen dafür, was Zusammenhalt und christliche Verbundenheit bewirken können", so Reinhard Conradi.
Der Festgottesdienst wurde vom Gesangverein Liederkranz Haig musikalisch umrahmt. Ein Höhepunkt war der Sologesang von Pater Ignatius Kunnumpuram. Er überraschte mit einem Lied aus seiner Heimat Kerala im Süden Indiens. red