Kupferberg — Breiten Raum nahm am Dienstagabend die zukünftige Trinkwasserversorgung des Hauptortes Kupferberg und des erstmaligen Anschlusses des Ortsteiles Alte Schmölz ein. Zweiter Bürgermeister Alfred Kolenda (UKW) informierte die Gremiumsmit glieder über Gespräche mit dem Wasserwirtschaftsamt Hof, das grundsätzlich nur eine Förderung für den erstmaligen Anschluss der Alten Schmölz an die öffentliche Wasserversorgung in Aussicht stellt. Dies wurde von der Verwaltung bereits beantragt.
Matthias Ott vom A + I Ingenieurbüro aus Neudrossenfeld stellte dem Stadtrat erste Planungen vor. Er sagte aus, dass auch die Wasserlieferung von Stammbach-Gundlitz an Kupferberg mit einer 150 mm-Leitung über die Alte Schmölz zum Hochbehälter Galgenberg im freien Gefälle und ohne den Einsatz von Energie erfolgen würde.
Die voraussichtlichen Kosten vom Übergabeschacht der Stammbacher Wasserversorgung in Gundlitz bis zur Alten Schmölz bezifferte Ott mit 333 000 Euro, die Weiterführung bis zum Hochbehälter Galgenberg verschlinge nochmals 207 000 Euro. Zusätzlich sind noch 60 000 Euro an Nebenkosten zu kalkulieren, sodass sich die Gesamtkosten auf rund 600 000 Euro summieren. VG-Geschäftsstellenleiter Martin Betz gab bekannt, dass die Förderung für den Erstanschluss der Schmölz 1 275 000 Euro beträgt, damit also 475 000 Euro von der Stadt Kupferberg zu tragen sind. Diese Summe müssten die Haus- und Grundstücksbesitzer durch Erstbeträge (Alte Schmölz) sowie durch Verbesserungsbeiträge aufbringen. Für die Schaffung des zweiten Standbeines müssten also pro Haushalt rund 1000 Euro bezahlt werden.
Anke Emminger (SPD) sah sich nicht in der Lage, über das Gehörte bereits einen Beschluss zu fassen. Sie plädierte dafür, die Entscheidung auf die Oktobersitzung zu vertagen. Der Stadtrat trat deshalb in einen nichtöffentlichen Teil - die Zuhörer mussten den Sitzungssaal verlassen - ein, der 35 Minuten dauerte. Zur Beschlussfassung kam es trotzdem nicht, weil noch weitere Gespräche nötig seien. kpw