Die meisten Menschen haben den Wunsch, ein Leben lang zu Hause wohnen zu bleiben. Der Frage, ob dieser Wunsch in Erfüllung gehen kann und welche Vo-raussetzungen dafür notwendig sind, geht das Landratsamt Bamberg im Rahmen verschiedener Veranstaltungen nach.

Die Wanderausstellung "9 x selbstbestimmt Wohnen in Oberfranken" ("9x Ofra" ) zeigt Ergebnisse einer Studie, die untersucht, wie die Nutzung vorhandener technischer und sozialer Möglichkeiten im Zusammenhang mit der Versorgung älterer Menschen in der eigenen Häuslichkeit verbessert werden kann. Beteiligt sind vier Projektpartner: das kirchliche Wohnungsunternehmen Joseph-Stiftung, die Sozialstiftung Bamberg, die Handwerkskammer für Oberfranken und das Institut für Psychogerontologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Die Ausstellung ist bis 23. Januar im Sitzungsgebäude des Landratsamtes Bamberg und vom 24. Januar bis 6. Februar im Foyer der Steigerwaldklinik Burgebrach zu sehen.

Infotag am 1. Februar

Am Samstag, 1. Februar, findet in der Steigerwaldklinik von 14 bis 18.30 Uhr ein Infotag unter dem Motto "Ein Leben lang zu Hause wohnen" statt. Im Rahmen von Vorträgen, Führungen durch die Ausstellung "9x Ofra" und anhand von Informationsständen können sich Interessierte zum Thema "Wohnen im Alter" informieren. Mit einem "Altersanzug" kann man auch einmal selbst ausprobieren, wie es sich anfühlt, mit (altersbedingten) körperlichen Einschränkungen in der eigenen Häuslichkeit zurechtzukommen. Anhand eines Hindernisparcours lässt sich außerdem erfahren, warum selbst kleine Schwellen für Rollatoren oder Rollstühle zum Hindernis und zur Stolperfalle werden können.

Für Fachleute aus den Bereichen Bauen, Planen und Handwerk finden Veranstaltungen statt, bei denen Anforderungen an altersgerechten und barrierefreien Wohnraum von verschiedenen Seiten betrachtet und Lösungen vorgestellt werden. Dabei sei nicht die Frage ob, sondern wie Barrierefreiheit umgesetzt werden kann. Denn einerseits steige die Zahl der Menschen mit Behinderungen oder Mobilitätsbeeinträchtigungen. Andererseits profitierten aber nicht nur Menschen mit körperlichen Einschränkungen und ältere Menschen von Barrierefreiheit. Vielmehr erleichtere sich das tägliche Leben auch für Familien mit Kindern, Schwangere, Kinder und kranke Menschen.

Infos für das Handwerk (altersgerechte Anpassung von Wohnraum mithilfe technischer, digitaler Lösungen) gibt es am 20. Januar, 17 bis 18.30 Uhr, im Landratsamt. Altersgerecht und barrierefrei bauen ist das Thema eines Fachvortrags für Architekten, Bauingenieure und Planer am 21. Januar, 16 bis 18 Uhr, ebenfalls im Landratsamt. red