Coburg — Sie strahlen, verbeugen sich und winken begeistert von der Bühne ins Publikum: 124 Schüler aus sechs Grundschulen in Stadt und Landkreis Coburg haben ihre ersten Theatererfahrungen gemacht. "Theater ohne Grenzen" heißt das Projekt des Kultur- und Schulservice Coburg und dem Kindertheater Cobi, das es Schülern ermöglicht, sich einmal von einer ganz anderen Seite zu zeigen. Insgesamt waren 160 Schüler beteiligt.
Die Märchen, die die Kinder auf die Bühne bringen, wurden eigens auf sie zugeschnitten. "Ich habe jedes Märchen auf die einzelnen Kinder und ihre individuellen Eigenschaften angepasst", erläutert Nicole Strehl vom Kindertheater Cobi, die die künstlerische Leitung in dem Projekt übernommen hat. "Zehn Wochen habe ich mit den Kindern gearbeitet und erstaunliche Ergebnisse erzielt. Die Kinder sind begeistert, motiviert und lernen, dass das Theater äußerst vielfältig ist."

Mit allem, was dazu gehört

Wer nicht Schauspieler war, hat Bühnenbilder gemalt oder an der Gestaltung der Kostüme mitgewirkt. Schüler der 4. Klasse der Heinrich-Schaumberger-Schule zeichneten die Märchenbilder, die sich auf den Eintrittskarten wiederfinden. Die Jugendsozialarbeit an Schulen hat an der Heinrich-Schaumberger-Schule das Projekt begleitet, Mitarbeiterin Gudrun Rother ist von der Entwicklung der Kinder während des Projektes angetan.
Die Schüler waren begeistert: "Das hat Spaß gemacht! Das möchte ich noch einmal machen!", rief ein Mädchen beim Abgang von der Bühne.
Idee und Konzept wurden von Kerstin Lindenlaub (Stadt Coburg) und Marc Holland (Landkreis Coburg) gemeinsam entwickelt. Das Projekt ist eines von vielen Beispielen der guten Zusammenarbeit beider Kommunen im Bereich der kulturellen Bildung. Die Aufführung fand im Rahmen der Internationalen Woche in der Aula der Hochschule Coburg statt, die das Projekt unterstützt hat.
Auch Landrat Michael Busch (SPD) und Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) haben die Aufführungen gut gefallen. Tessmer betonte: "Welche kulturelle Vielfalt in den Schulen aus Stadt und Landkreis Coburg schlummert, macht ,Theater ohne Grenzen' deutlich. Vier Grundschulen, zwei Förderzentren und die Übergangsklassen der Rückert-Mittelschule zeigen: Die Bildungsregion Coburg bietet eine nahezu grenzenlose Verschiedenartigkeit, die eines miteinander verbindet: Toleranz und Respekt." ct