Zwölf Neuzugänge muss Urs Fischer, Trainer des FC Union Berlin, in diesen Tagen integrieren, doch die Rolle des Coburgers Cedric Teuchert scheint sich nicht verändert zu haben. Der Olympia-Teilnehmer wurde am Samstag am ersten Spieltag gegen Bayer Leverkusen (1:1) wieder als Joker ins Rennen geschickt - für 17 Minuten. Zum Vergleich seine Einsatzzeiten in den letzten fünf Bundesliga-Spielen 2020/21: 26 Minuten, 18 Minuten, 17 Minuten, 20 Minuten und 18 Minuten.

Der 24-Jährige enttäuschte seinen Trainer nicht und brachte wieder einiges an Schwung auf den Rasen. Doch die Chancenverwertung des Coburgers bleibt durchwachsen. Bei einer Kontersituation hatte Teuchert in der 85. Minute das 2:1 auf dem Schlappen, doch sein Rechtsschuss aus etwas spitzem Winkel war keine große Herausforderung für Bayer-Keeper Lukas Hradecky.

Dominant präsentierte sich Borussia Dortmund in seinem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (5:2). Der Einberger Marius Wolf durfte die Gala allerdings nur von der Ersatzbank miterleben. Für den 26-Jährigen, der nach zwei Ausleihen im dritten Anlauf den Durchbruch beim BVB schaffen will, war die Bank am 1. Spieltag allerdings schon das höchste der Gefühle.

Wolf hatte sich vor drei Wochen im Testspiel gegen Athletic Bilbao einen Außenbandteilriss im Sprunggelenk zugezogen und trainierte am Donnerstag erstmals wieder mit der Mannschaft. Aber auch ein fitter Wolf wird bei Neu-Trainer Marco Rose wohl nicht die besten Karten auf regelmäßige Einsätze haben. Geglänzt hat am Samstagabend allerdings auch sein Konkurrent auf der rechten Außenverteidigerposition, Felix Passlack, nicht. Trotzdem ist ein Abschied Wolfs in der aktuellen Transferperiode weiterhin ein Thema.

Verabschiedet aus dem belgischen Gent hat sich vor einigen Wochen der Altenkunstadter Niklas Dorsch. Der U21-Europameister ist neuer Hoffnungsträger des FC Augsburg. Im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim (0:4) war der 23-Jährige im defensiven Mittelfeld um Stabilität bemüht, konnte aber die teils riesigen Lücken in der FCA-Defensive häufig nicht schließen. Vor dem 0:4 in der Nachspielzeit sah Dorsch schlecht aus: Der pfeilschnelle Franzose Georginio Rutter düpierte Dorsch auf der linken Seite, ehe er nur noch ins Zentrum auf Sebastian Rudy querlegen musste. mg