Als Cedric Teuchert am Samstag zu seinem ersten Kurzeinsatz unter Schalkes Interimstrainer Huub Stevens gegen Leverkusen (1:1) kam, erhoben sich spontan vier Coburger in der BayArena zur La-Ola-Welle. Mindestens genauso begeistert waren am Tag danach die Fans im Sportheim des TSV Unterlauter, die sich zu einer Talkrunde des mehr als 100 Mitglieder zählenden Schalke-Fanclub Coburg trafen. Prominenter Gast war der 22-jährige Fußball-Profi aus der Vestestadt.

Teuchert, der beim DVV Coburg in der Jugend kickte und über den 1. FC Nürnberg den Weg zu den Knappen fand, gab dabei nicht nur reichlich Autogramme, sondern auch klare Antworten. Auf die Frage von Fanclub-Vorsitzendem Roberto Grosch, ob er denn auch in der nächsten Saison in Gelsenkirchen spielte, meinte "Cedi": "Ich möchte unbedingt meinen bis 2021 laufenden Vertrag erfüllen und durch mehr Spielpraxis mich weiterentwickeln."

Teuchert sprach sogar von einer "schrecklichen Saison" bei Schalke 04. Nicht nur für die Mannschaft, die als amtierender Vizemeister lange um den Klassenerhalt kämpfen musste und erst nach dem 4:2-Überraschungscoup ausgerechnet im Revierderby bei Borussia Dortmund durchatmen durfte, sondern auch für ihn ganz persönlich. Bis eben letzten Samstag kam er nämlich seit Dezember 2018 zu keinem Erstliga-Einsatz und musste sich in der Oberliga-Mannschaft empfehlen.

Jetzt blickt Cedric Teuchert aber optimistisch in die Zukunft und hat zwei große Ziele: Sportlich hofft er nämlich auf eine Nominierung in der U21-Nationalelf für die Europa-Meisterschafts-Endrunde vom 16. bis 30. Juni in Italien und San Marino. Und familiär hat er auch Großes vor: Nachdem er sich mit seiner Lebenspartnerin aus Gelsenkirchen verlobt hat, will er im Juli heiraten. ct