Die Vorwürfe des Arztes Hasso Krause will Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) nicht auf sich sitzen lassen. Krause hatte beklagt, dass Tessmer ihm nicht hatte helfen wollen, nachdem am Ostersonntag Krauses Praxis am Ernstplatz durch einen Brand verwüstet worden war.
Tessmer bestätigt, dass Krause ihn am Dienstagmorgen anrief. ",Bin ich Jesus‘ habe ich nie gesagt!", betont Tessmer. Er habe nach dem Telefonat sofort Christian Meyer, Geschäftsführer der Wohnbau, verständigt, mit der Bitte, Krause übergangsweise Räume für eine Praxis zur Verfügung zu stellen. Die Wohnbau habe den ganzen Tag vergeblich versucht, Krause zu erreichen. "Das ist dokumentiert", sagt Tessmer.
Der OB hatte sich am Sonntag selbst ein Bild vom Brandschaden gemacht; er wird bei solchen Einsätzen direkt verständigt. Tessmer vermutet, dass Krause ihn deshalb angerufen hatte.
Dass Krause auch die städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft kontaktierte, hatte Tessmer nicht gewusst. Über die Wifög hatte sich Krause lobend geäußert, was den OB freut: Sowohl Wifög als auch Wohnbau gehören zu Tessmers Zuständigkeitsbereich. sb