Herzogenaurach/Ansbach — Die Stadt Ansbach vergibt alle zwei Jahre den August-Graf-von-Platen-Literaturpreis nebst Förderpreis. Jenen Förderpreis, der mit 1500 Euro dotiert ist, erhielt diesmal eine frühere Herzogenauracherin, die 1983 geborene Tessa Müller. Prämiert wurde laut Pressemitteilung der Stadt Ansbach ihr Erzähl-Debüt "Etwas, das mich glücklich macht".
In dem schmalen, aber beeindruckenden Band lässt die studierte Germanistin, Theaterwissenschaftlerin und Kulturjournalistin in elf Shortstorys Frauen zu Wort kommen, die sonst eher nicht das große Wort ergreifen. So heißt es in der Erklärung der Jury. Elfmal berichten diese Frauen in Ich-Erzählungen von den Zumutungen und Hoffnungen des Lebens und ihren ebenso verzweifelten wie tragikomischen Suchen nach dem Glück.


Empathie und Humor

Die Jury weiter: "Das alles lakonisch, doch mit Empathie, traurig, doch mit Humor, erzählt in knappen, völlig unsentimentalen Sätzen. Tessa Müller schreibt wie ein weiblicher Raymond Carver. Ein originelles und staunenswertes Debüt wie aus einem Guss." red