Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) berichtete dem Bauausschuss, dass mit dem mobilen Messgerät der Gemeinde in der Schlossstraße Geschwindigkeitsmessungen vorgenommen wurden. Gemessen wurden 650 Fahrzeuge. "Davon fuhren eineinhalb Prozent zu schnell", sagte Dietz. Die gemessenen Geschwindigkeiten nannte er nicht.

"Das sind ja nur etwa zehn, die zu schnell waren", rechnete Zweiter Bürgermeister Siegfried Kirchner (Bürgerblock/FW) schnell aus, womit er verdeutlichte, dass die Überschreitungen der Geschwindigkeiten verschwindend gering seien. Trotzdem plädierte Dietz dafür, dass er es für sinnvoll halte, die Schlossstraße von der Staatsstraße bis hoch zur Hunneneiche auf 30 km/h zu beschränken, wobei er auf einen Antrag einer Anliegerfamilie verwies. Er habe auch andere gefragt, die in der Straße wohnen, und auch sie hätten zu schnelles Fahren bemängelt. "Manchmal wird unvorstellbar schnell gefahren", sagte Dietz.

Aus dem Gremium kam die Bemerkung, dass man mehrere solche Stellen im Gemeindebereich habe und Siegfried Kirchner sprach von einem möglichen "Präzedenzfall". Nachgedacht wurde auch darüber, Hindernisse in der Straße anzubringen, um die Geschwindigkeiten zu reduzieren oder auch Parkflächen auszuweisen.

Schließlich wurde trotz einiger Bedenken eine Beschränkung auf 30 km/h beschlossen. Auch will man an der Ausfahrt des Schlosses zur Schlossstraße hin eine weiße Markierung anbringen, um eine optische Barriere zur bevorrechtigten Straße zu schaffen.

Ein Problem in der Schlossstraße ist mitunter das Oberflächenwasser, welches von der Bergseite und den dahinter liegenden Flurstücken kommt. "Im Bereich der Zufahrt zum Schloss schießt es dann über die Schlossstraße und in private Grundstücke", sagte der Bürgermeister. Die Eigentümer des Schlosses hätten schon selbst für etwas Abhilfe gesorgt. Es werden Möglichkeiten geprüft, wie man des Wassers Herr werden kann und entsprechende bauliche Veränderungen bzw. Abwasserführungen sollen vorgenommen werden. "Die Materialkosten belaufen sich auf etwa 2000 Euro", so Helmut Dietz.

Das Gemeindeoberhaupt führte das Gremium in der Flur von Memmelsdorf an den Bach "Alster." Dort sind Biber aktiv und haben zwei Dämme errichtet. "Ich wollte das nur mal zeigen", so Dietz. Wie sich die Sache weiter entwickelt, wird im Auge behalten. Letzter Ortstermin war in Memmelsdorf die Schustergasse. Von dort verläuft ein Fußweg, wie Bürgermeister Dietz sagte, "von einer kinderreichen Gegend hin zum Kindergarten." Dieser beschränkt öffentliche Weg sei als Fußweg zu widmen, erläuterte das Gemeindeoberhaupt, was auch beschlossen wurde.

Gemeindliches Einvernehmen wurde einem Bauantrag von Beate und Peter Braun aus Ebensfeld erteilt, die in Memmelsdorf "Am Rennhügel" einen Bungalow errichten möchten. Zur Synagoge in Gleusdorf berichtete der Bürgermeister, dass ein Termin mit dem Denkmalschutz stattfand. Näher will er in der kommenden Gemeinderatsitzung darauf eingehen. "Wir sind zum Glück ein Stück weitergekommen", so Dietz. Dachdecker würden die Ziegel abtragen und der Bürgermeister hofft, dass das Dach bis zum Winter wieder zu ist.

Helmut Dietz gab noch den Hinweis, dass die Straße Buch - Lichtenstein eventuell für das Jahr 2021 zum Ausbau anstehe. Die Planungen würden zwei Jahre dauern, damit alles abgeklärt ist.