CSU-Kreisvorsitzender Steffen Vogel hatte die Mitglieder des Kreisvorstands, Ortsvorsitzende und die Führungskräfte der Partei zu einer zweitägigen Klausurtagung nach Zimmerau in der Gemeinde Sulzdorf an der Lederhecke im Nachbar-Landkreis Rhön-Grabfeld eingeladen. Die Teilnehmer machten sich Gedanken, wie man die Arbeit der CSU auf Orts- und Kreisverbandsebene verbessern könnte. Man war sich einig, wie die CSU Haßberge mitteilte, dass es ein lohnendes Ziel sei, möglichst viele Bürger für eine Mitarbeit in einer demokratischen Partei zu gewinnen.


Mehr Geld für die Kliniken!

Breiten Raum in der Tagung nahm die Verabschiedung einer Resolution unter dem Motto "Heimat voranbringen" ein, die der Landtagsabgeordnete Steffen Vogel federführend erstellt hat und die Landrat Wilhelm Schneider ergänzte. Die einzelnen Punkte wurden lebhaft diskutiert. In der Resolution wurden Forderungen an die Bundes- und Landespolitik, aber auch an den Landkreis gestellt.
So verlangt die CSU Haßberge von der Bundesregierung eine stärkere Förderung für Kliniken der Grundversorgung. "Nur so können die Krankenhäuser im ländlichen Raum überleben, ohne dass die Landkreise hohe Defizite tragen müssen und in anderen Bereichen gespart werden muss", sagte Steffen Vogel.
Weiterer Punkt war die Forderung nach einem eigenen Förderprogramm des Freistaates Bayern für Geburtshilfestationen im ländlichen Raum. In der Haßfurter Klinik soll die Geburtshilfe zum Jahreswechsel 2018/2019 geschlossen werden. Proteste gegen diese Maßnahme haben (bisher) nichts genutzt.
Weitere fordert die CSU Haßberge guten und flächendeckenden Mobilfunkempfang auch auf dem Land. Gleiches gelte für die Breitbandversorgung.
Sie verlangt neben dem Steigerwaldzentrum in Handthal und dem Baumwipfelpfad in Ebrach ein Leuchtturmprojekt für den Steigerwald im Kreis Haßberge sowie steigende Investitionen im Straßenbau und im Unterhalt von Bundes- und Staatsstraßen sowie mehr Mittel für die Dorferneuerungs- und Städtebaumaßnahmen.


Vorschlag für das Landratsamt

Und: Der CSU-Kreisverband regt an, der Landkreis Haßberge solle prüfen, inwieweit Teile des Landratsamtes oder eigenständige Behörden des Landkreises ebenso in Gemeinden "verlagert" werden könnten. Es sei festzustellen, so heißt es in der Resolution, dass die Platzverhältnisse im Landratsamt in Haßfurt begrenzt sind. Immer wieder müssten Gebäude und Räume in Haßfurt angemietet werden. Der CSU-Kreisverband ist deshalb der Ansicht, dass sich "der Landkreis Haßberge bei der Suche nach Räumlichkeiten nicht nur auf Haßfurt beschränken sollte, sondern auch auf Gemeinden im Landkreis, beispielsweise Hofheim oder Ebern, die ebenfalls zentrale Funktionen übernehmen". red