Täglich ist das Technische Hilfswerk (THW) mit rund 1200 Einsatzkräften bundesweit zur Bewältigung der Corona-Pandemie im Einsatz. Die Übernahme zentraler Logistikaufgaben für Bundesregierung und Bundesländer spielt dabei eine große Rolle.

Doch auch auf lokaler Ebene sind die ehrenamtlichen Helfer aktiv. Im Landkreis Lichtenfels unterstützt der Ortsverband Bad Staffelstein unter anderem das Landratsamt bei der Verteilung benötigter Ausstattung.

Logistische Unterstützung

"Das Technische Hilfswerk ist eine gut vorbereitete Einsatzorganisation, die in Zeiten von Corona eine wichtige Stütze im Bevölkerungsschutz und damit für die Gesellschaft darstellt", sagt THW-Präsident Gerd Friedsam. "Das THW hat bisher auf circa 8900 Paletten rund 881 Tonnen Schutzausstattung, davon alleine etwa 3600 Platten mit rund 360 Tonnen in Bayern, transportiert", ergänzt er.

Der Transport der Ausstattung aus den Zentrallagern des Freistaates Bayern an die bayerischen Kreisverwaltungsbehörden erfolgt durch sogenannte "Fachzüge Logistik" des THW. "Für unseren Bereich übernehmen das vor allem Einheiten aus den Ortsverbänden Bamberg, Forchheim und Coburg", berichtet Johannes Stich, Ortsbeauftragter des THW-Ortsverbandes Bad Staffelstein und Mitglied des Katastrophenschutzstabes des Landkreises Lichtenfels.

Fast jeden Tag trifft ein LKW mit zentral durch den Freistaat beschaffter Schutzausstattung und Desinfektionsmitteln für den Landkreis ein. Für die Helfer des Ortsverbandes Bad Staffelstein beginnt dann die Arbeit: Das gelieferte Material muss erfasst und für die Verteilung an die berechtigten Stellen eingelagert werden.

Alles muss dokumentiert werden

"Wir wurden von der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) mit der Verwaltung des zentralen Materiallagers des Landkreises betraut.", erklärt Daniel Schell, Zugführer und Leiter des Einsatzabschnittes Materiallogistik. "Über die konkrete Verteilung an die einzelnen Bedarfsträger, wie beispielsweise Krankenhäuser oder Pflegeheime, entscheidet die FüGK im Landratsamt, wir führen dann die Ausgabe durch", erläutert er weiter.

Natürlich muss der Lagerbestand geführt und Ein- und Ausgänge entsprechend dokumentiert werden: "Aktuell verwalten wir etwa 80 unterschiedliche Artikel", so Daniel Schell weiter. Dafür sind fast täglich zwei bis drei Staffelsteiner THWler im Logistiklager eingesetzt.

Wenn ein- bis zweimal in der Woche die Ausgabe der Ausstattung erfolgt und der Arbeitsaufwand steigt, wird deren Zahl auf etwa zehn erhöht. Sie erstellen die Übergabebelege, packen die Päckchen für die einzelnen Bedarfsträger zusammen und stellen diese zur Abholung bereit.

Auch eher ungewöhnliche Aufgaben warten dabei immer wieder auf die Einsatzkräfte: Kürzlich mussten zwei Behälter mit jeweils fast 1000 Litern Desinfektionsmittel in kleinere Gefäße umgefüllt werden.