Unverständnis bei den Jüngeren, wissendes Nicken bei den Älteren: Die Reaktionen auf die aktuelle Sonderausstellung "Wer kennt das noch? Verschwundene Dinge des Alltags" im Zirndorfer Stadtmuseum sind programmiert. Die Exponate stammen überwiegend aus dem Museumsdepot, in dem sie die letzten Jahre als stumme Zeitzeugen lagerten.

Zum 25. Jubiläum wurden sie hervorgeholt, um noch bis zum 10. Januar 2021 zu zeigen, was Bürger aus Zirndorf und Umgebung neben Zirndorfer Blechspielzeug dem Museum geschenkt haben. Die gezeigten Gegenstände wie Schreibmaschine, Kassettenrecorder, Teppichklopfer, Badehaube, Walkman und Wählscheibentelefon wecken bei vielen nostalgische Erinnerungen. Andere wissen aber oft gar nicht mehr, dass es sie einmal gab, wofür sie benutzt wurden und warum sich so viele Menschen dafür begeisterten, heißt es in einer Pressemitteilung des Museums.

Die Sonderausstellung nähert sich den Gegenständen auf unterhaltsame und informative Weise und ermöglicht den Besuchern eine Zeitreise zurück in die Welt dieser verschwundenen Dinge aus der Alltags- und Technikgeschichte. Anhand der Exponate geht sie den Fragen nach: Was machte sie so besonders? Was machte sie so beliebt? Wie haben sie sich verändert oder was hat sie ersetzt?

Mehrere Abteilungen

Aber auch in den anderen Abteilugen des Museums gibt es viel zu bestaunen, berichtet Museumsleiterin Christine Lorber: Im Erdgeschoss steht die Geschichte und Entwicklung der Zirndorfer Spielzeugindustrie im Mittelpunkt. In unmittelbarer Nachbarschaft zu den bekannten Spielzeugstädten Nürnberg und Fürth wurde seit Mitte des 19. Jahrhunderts auch in Zirndorf einfaches Blechspielzeug produziert, vor allem Brummkreisel, Klappern, Trompeten, Kinderherde und Spardosen. Hier kann so manch einer ein Spielzeug aus seinen Kindertagen wiederentdecken und somit längst vergessene Kindheitsträume wieder lebendig werden lassen. Für Kinder besteht die Möglichkeit zu sehen, womit ihre Groß- und Urgroßeltern gespielt haben.

Das Obergeschoss ist der Geschichte Zirndorfs während des Dreißigjährigen Krieges gewidmet.

Das Museum ist jeweils dienstags bis sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet, im Juli und im August dienstags bis donnerstags von 11 bis 16 Uhr und freitags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr. Nähere Informationen gibt es im Museum Zirndorf, Spitalstraße 2, 90513 Zirndorf, Telefon 0911/96060590, www.museum.zirndorf.de. red