,,Unternehmen, Betriebsräte, Politik, Kammern und Arbeitsverwaltung müssen den herausfordernden Transformationsprozess der Autozulieferer in der Region gemeinsam angehen." Landrat Johann Kalb und Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke waren sich einig und haben für diesen Prozess eine Task Force gegründet. In diese Arbeitsgruppe bringt sich einer Mitteilung vom Freitag zufolge nun auch Brose ein. Das sicherten der Standortverantwortliche Bamberg/Hallstadt, Michael Swoboda, und der Betriebsratsvorsitzende Martin Krapp in einem Gespräch mit Oberbürgermeister und Landrat zu.

Brose hatte zuvor bekanntgegeben, bis Ende 2022 die Anzahl der Arbeitsplätze in Deutschland um rund 2000 zu reduzieren und auch in der Region Bamberg Stellen abzubauen. Allerdings will das Unternehmen an den langfristigen strategischen Plänen in Hallstadt und Bamberg festhalten. Swoboda erläuterte den beiden Politikern die Hintergründe für das weltweite Erneuerungsprogramm, mit dem Brose die Wettbewerbsfähigkeit stärken, Aufträge erhalten, Wachstum erzielen und auch künftig attraktive Arbeitsplätze anbieten will.

"Ab sofort arbeiten am Standort Geschäftsführung, Personalbereich und Mitarbeitervertretung gemeinsam daran, die Arbeitsplätze in der Region in den kommenden drei Jahren sozialverträglich zu reduzieren", so Swoboda. Brose sei entschlossen, den Umbau ohne betriebsbedingte Kündigungen zu schaffen. Mit der Beteiligung an der Task Force unterstreiche der Zulieferer sein Interesse an der weiteren Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Bamberg.

Die von Landkreis und Stadt initiierte Task Force hat das Ziel, alle Anstrengungen für die von der Transformation in der Automobilindustrie betroffenen Mitarbeiter zu bündeln und Impulse für die künftige Ausrichtung des Wirtschaftsstandortes Bamberg zu setzen.

Ziel: die Kräfte bündeln

Auslöser für die Gründung war die Ankündigung von Michelin, das Werk in Hallstadt Anfang 2021 zu schließen. Wenig später hatten Werkleitung und Betriebsrat von Bosch ihre Mitarbeit zugesagt. Nun ergänzt Brose die Arbeitsgruppe. "Damit ist gewährleistet, dass wir alle Kräfte für die Beschäftigten vereinen und den gleichen Informationsstand haben", waren Starke und Kalb den betroffenen Betriebsräten und Werkleitungen dankbar. red