In der ersten Runde der Schach-Bezirksoberliga hatte die erste Mannschaft des Schachvereins Seubelsdorf beim Aufsteiger FC Marktleuthen II anzutreten. Am Ende stand ein knapper, aber verdienter Erfolg für die Seubelsdorfer.


Bezirksoberliga

FC Marktleuthen II -
SV Seubelsdorf 3,5:4,5

Matthias Bergmann suchte an Brett 2 mit Schwarz eine kompromisslose Auseinandersetzung, erreichte dabei aber ein Endspiel, in dem sich die Schwerfiguren gegenseitig neutralisierten und so die Punkteteilung erzwangen. An Brett 7 kam Hans-Jürgen Drechsel weder richtig in die Eröffnung hinein, noch schadlos aus ihr heraus und musste daher frühzeitig kapitulieren.
Marko Hofmann entwickelte an Brett 5 erst im 14. Zug seinen Königsspringer mit Schachgebot auf ein Feld, auf dem er von einem gegnerischen Bauern geschlagen wurde und so die tödliche Linie für den Angriff auf den in die Brettmitte gescheuchten gegnerischen Monarchen öffnete. An Brett 6 brachte Uwe Voigt erst im zehnten Zug ein Bauernopfer, das üblicherweise viel früher geschieht. Nebst einer mehrzügigen Springerpirouette verwirrte dies seinen Mitspieler so, dass er entscheidendes Material verlor.
Mannschaftskapitän Christian Gebhardt musste sich an Brett 4 mit feindlichen Figuren herumschlagen, die tief in seine Stellung eingedrungen waren. Sein König erwies sich dabei als überaus wanderlustig, indem er fast die gesamte H-Linie erst hinauf und dann wieder herabspazierte. So ließ er den Angriff ins Leere laufen, was Gebhardt ebenfalls erdrückendes materielles Übergewicht bescherte.
Auch an zwei vorderen Brettern glichen sich die Ereignisse: Michal Michalek an Brett 1 sowie der am dritten Brett spielende Ivan Adamovic versuchten jeweils, Vorposten hinter verkeilten Bauernketten zu etablieren. Michalek gelang es nach zähem Ringen, mit Hilfe eines unaufhaltsam vorpreschenden Freibauern, zu gewinnen. Adamovic übte erst auf dem Königsflügel großen Druck aus und setzte anschließend auf Figurenaktivität im Endspiel. In einer hektischen Phase, die mit der Zeitkontrolle nicht endete, stellte sich die Partie jedoch auf den Kopf, so dass eine bevorstehende Bauernumwandlung Adamovic keinen Sieg, sondern eine Niederlage brachte.
Der Seubelsdorfer Schüler Sebastian Werner gewann zwar an Brett 8 eine Figur, musste sich dafür aber dreier verbundener Freibauern erwehren. Diese Aufgabe, die auch für erfahrene Spieler schwierig ist, meisterte er über längere Zeit hinweg exzellent, musste sich zuletzt aber doch geschlagen geben. So kam es zu einem denkbar knappen, aber verdienten 4,5:3,5-Erfolg für die Seubelsdorfer Erste.