Der TSV Neudrossenfeld hat sich mit einem 3:1-Heimsieg über den SV Memmelsdorf (6.) Platz 1 vom FC Eintracht Bamberg geholt, der gegen den FC Coburg (14.) nicht über ein 2:2 hinauskam. Es war ein hartes Stück Arbeit für die Neudrossenfelder, um im Oberfrankenderby die kampfstarken Gäste in die Knie zu zwingen. Erst der eingewechselte Podgur sorgte in der 84. Minute für die Entscheidung, als er mit einem fulminanten Schuss aus 18 Metern ein Zuspiel von Bargenda zum 3:1 nutzte.

In der von vielen Fouls geprägten Begegnung sah sich Neudrossenfeld mehrmals in Bedrängnis. Dass der Kasten sauber blieb, war dem fehlerfreien Keeper Grüner zu verdanken, der vor allem bei einem Kracher von Sperlein Richtung Tordreieck (80.) mit einer Glanzparade seine Elf vor dem 2:2 bewahrte. "Im Wesentlichen haben wir aber dem gegnerischen Sturm nicht viel Spielraum gelassen", erklärte TSV-Coach Werner Thomas. "Was uns ausmacht gegenüber der letzten Saison ist, dass wir uns auch durch einen Rückstand nicht aus der Bahn bringen lassen." Das 0:1 habe man "cool weggesteckt, da war aber die Abwehr völlig entblößt." In der zweiten Halbzeit habe seine Truppe aber dominiert, meinte Thomas.

Sein Gegenüber Rolf Vitzthum ärgerte sich etwas über die Nachlässigkeit seiner Spieler, die zu Gegentreffern geführt hätten. Der Neudrossenfelder Sieg sei jedoch verdient, ergänzte er. Unter dem Strich trifft das zu, denn der TSV besaß die besseren Möglichkeiten. Der SVM versäumte es, seine Chancen zu nutzen. Schön das 1:1 durch Peeters, den Pötzinger genau bediente. Beim 2:1 setzte Engelbrecht Kolb in Szene. Dieser brachte das Kunststück fertig, die Kugel durch die Beine von SVM-Torwart Medem zu bugsieren. Neudrossenfeld bot eine geschlossene Mannschaftsleistung. Engelbrecht, Kolb und Taubenreuther ragten heraus. Memmelsdorf hatte in Sperlein, Wernsdörfer und Kamm die auffälligsten Akteuere. Referee Cornely war um das beiderseits körperlich robust geführte Spiel nicht zu beneiden. hw