Abtswind — Nach dem Abpfiff wusste Trainer Rolf Vitzthum nicht, wie er das 2:2-Unentschieden in der Fußball-Landesliga Nordwest zwischen dem TSV Abtswind und seinem SV Memmelsdorf bewerten sollte. "Dass wir einen Punkt geholt haben, ist eigentlich ein gutes Ergebnis. Jedoch war es traurig, was mit unseren beiden Spielern passiert ist", versuchte der SVM-Coach einen Ansatz, doch waren ihm die Verletzungen von Fabio Jentzsch und Manuel Schwarm in zu frischer Erinnerung geblieben.


Geschickte Abwehrarbeit

Jentzsch verletzte sich Anfang der zweiten Halbzeit bei einem Kopfball auf das gegnerische Tor, als die Memmelsdorfer noch in Führung lagen und Schwarm bei der Ausführung des Elfmeters zum späten 2:2-Ausgleich. Denn frühzeitig waren die Gäste in Führung gegangen, als der Abtswinder Torhüter einen verhängnisvollen Fehlpass auf Tobias Seifert spielte und der den Ball ins leere Tor schob. Der SV Memmelsdorf verteidigte in der ersten Halbzeit geschickt, bot dem Gegner nicht die daraufhin gesuchte Lücke an. Mit der Einwechselung von Stürmer Pascal Kamolz zur Pause gewann die Offensive der Hausherren aber an Bewegung.
Nach Jentzschs Verletzung verwandelte Daniel Hämmerlein auf der Gegenseite eine Ecke von Jürgen Endres mit einem platzierten Kopfball zum Ausgleich, als er durch einen Stellungsfehler der Memmelsdorfer Abwehr frei stehengelassen worden war. Der TSV Abtswind hatte mehr vom Spiel im zweiten Durchgang, die Anzahl der Chancen stieg an. Der eingewechselte Tolga Arayici schlenzte mit kurzem Anlauf den Ball aus 20 m zur Abtswinder Führung ins untere linke Eck. Der Zwischenstand entsprach dadurch auch dem Spielverlauf.


"Trugen selbst dazu bei"

"Wir trugen selbst dazu bei, dass Abtswind in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft war, da wir nicht mehr richtig in die Zweikämpfe kamen", folgerte Vitzthum. Aus dem Nichts entstand sieben Minuten vor Schluss der erneute Ausgleich durch Schwarms verwandeltem Elfmeter, da Seifert zuvor gefoult worden war. Als zwei Memmelsdorfer in der Nachspielzeit einen Konter bis vor das gegnerische Tor führten, brachten sie trotz mehrerer Versuche den Ball nicht am Torhüter vorbei. "Verdient wäre es zwar nicht gewesen, aber eigentlich müssen wir das Spiel da gewinnen", meinte der verständlicherweise enttäuschte Vitzthum. js