von unserem Redaktionsmitglied 
Hartmut Neubauer

Reitsch — In der Serie 2013/14 haben die Reitscher lange Zeit um den Aufstieg mitgespielt und den Relegationsplatz nur um drei Punkte verfehlt. Diesmal schaut es aber so aus, als könnte die Rückkehr in die Kreisklasse ohne den Umweg "Relegation" gelingen. Nach der Vorrunde führt der SV nämlich die Tabelle mit 40 Punkten an, drei Zähler vor der SG Lauenstein (37).
Das Spiel beim unmittelbaren Verfolger steht allerdings noch aus und soll am 23. November nachgeholt werden.
"Sollten wir da erfolgreich sein und uns auch in Tschirn gut aus der Affäre ziehen, dann könnten wir noch vor der Winterpause einen großen Schritt tun", sagt Abteilungsleiter Klaus Baumann. Die Partie beim Rangdritten, der sich mit 34 Punkten ebenfalls gute Chancen ausrechnen kann, steht eine Woche vorher auf dem Terminplan. Die Tschirner sind die bislang einzige Mannschaft, die gegen den Spitzenreiter punkten konnte (3:3).
Dass der SV Reitsch so gut dastehen würde, überrascht nicht nur den Abteilungsleiter ein bisschen. "Wir hatten schon gedacht, dass wir um den Aufstieg mitspielen könnten.
Wir haben uns die Meisterschaft aber nicht zum Ziel gesetzt, auch um unseren neuen Spielertrainer nicht von Anfang an zu sehr unter Druck zu setzen."

Junge Spieler überzeugen

Seit Saisonbeginn hat Jürgen Simon beim SV als Nachfolger von Hans-Dieter Spindler das Sagen. "Er hat nicht nur dafür gesorgt, dass die Mannschaft topfit ist, sondern bisher auch den richtigen Ton im Umgang mit den Spielern gefunden", lobt Klaus Baumann.
Außerdem hat Simon schon sieben Treffer erzielt, obwohl er nur neun Begegnungen über die volle Distanz absolviert hat. Es sind vielmehr die jungen Spieler, die sich beim Tabellenführer bislang in den Vordergrund gespielt haben.
Philipp Baumann, der vor im vergangenen Winter vom SV Friesen zum SV Reitsch zurückgekehrt ist, führt die Torschützenliste der A-2 mit 19 Treffern an, obwohl er einige Spiele gefehlt hat. Daniel Drews folgt mit 15 Treffern knapp dahinter. Mit 71 Toren haben die Reitscher die mit Abstand meisten erzielt. In der Abwehr (16 Gegentore) ist nur die SG Lauenstein (15) etwas besser. "Wir haben eine sehr junge Mannschaft mit vielen Eigengewächsen, in der die Kameradschaft stimmt. Wenn wir vor größeren Verletzungen verschont bleiben, können wir bis zuletzt vorne bleiben", ist Klaus Baumann überzeugt. Als nächste Aufgabe steht das Heimspiel gegen den ASV Kleintettau II auf dem Programm, ehe die Reitscher beim TSV Tettau zu Gast sind.