Der SV Ketschendorf darf weiter von der Bezirksliga träumen. Die Mannschaft besiegte gestern nach einer dramatischen Partie den ASV Kleintettau mit 5:2 nach Elfmeterschießen und hat nun ein Freilos. Die Schuberth-Elf spielt frühestens am Pfingstwochenende oder kurz danach gegen den Sieger der Partie SV Dörfleins - FSV Unterleiterbach um den einzigen freien Platz, der aufgrund des Scheiterns des FC Coburg und des FC Oberhaid in der Bezirksliga ausgespielt wird.

ASV Kleintettau gegen SV Ketschendorf 2:5 nach Elfmeterschießen: Bei sommerlichen Temperaturen lieferten sich beide Mannschaften in der ersten Halbzeit ein Spiel auf eher überschaubarem Niveau. Gefährliche Torraumszenen blieben lange Zeit Mangelware. Vor allem die Kleintettauer versuchten es mit vielen weiten Bällen, die jedoch meist keinen Abnehmer fanden.
Der SV Ketschendorf gab durch Bauer in der ersten halben Stunde nur einen Schuss aufs ASV-Gehäuse ab, konnte aber Torwart Möller nicht ernsthaft prüfen. Bei den "Glasmachern" hatte Nico Fröba eine Gelegenheit, als er sich gegen zwei Ketschendorfer durchsetzte, aus spitzem Winkel jedoch übers Tor schoss.
Um so überraschender fiel die Führung des Kreisliga-Vizemeisters. Nach einem Freistoß in den Strafraum kam der Ball zu Tolga Jungkunz, der am langen Pfosten nicht lange fackelte und unhaltbar zum 0:1 unter die Latte abschloss. Die Kleintettauer hätten noch vor der Pause ausgleichen können. Zunächst wurde Kostewicz von Wagner schön freigespielt, schoss aber aus zehn Metern zu unplatziert, so dass Torwart Pochmann parieren konnte. Kurz vor dem Wechsel köpfte erneut Adrian Kostewicz den Ball nach einer Ecke knapp am Pfosten vorbei.
Die ASV-Akteure kamen etwas zielstrebiger aus der Kabine, taten sich jedoch weiterhin schwer, sich gegen die kompakte SV-Abwehr gute Chancen zu erspielen. Einige Male brachten die Ketschendorfer bei ASV-Angriffen ein Bein dazwischen und konnten so immer wieder für Entlastung sorgen. Die bis dahin beste Chance zum Ausgleich hatte Altan Yürük, doch traf er nur die Latte (77.). Auf der Gegenseite verpasste Jungkunz die Vorentscheidung, als er an Torwart Möller scheiterte. Die Strafe folgte in der fünften Minute der Nachspielzeit, als der eingewechselte Henrik Wilke auf Vorarbeit des agilen Wagner den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich erzielte.
Dieser beflügelte die "Glasmacher" sichtlich, denn in der Verlängerung hatten sie ein klares Chancenplus. Sie scheiterten jedoch mehrmals an SV-Torwart Pochmann. Gleichzeitig mussten sie aufpassen, um bei Kontern ihres Gegners nicht erneut in Rückstand zu geraten.
Die Entscheidung fiel schließlich im Elfmeterschießen. Doch hier zeigten die Kleintettauer schließlich Nerven, denn nur ihr erster Schütze verwandelte, während die nächsten beiden scheiterten. Damit war der Abstieg besiegelt und die Freude im Lager der Buchberg-Männer kannte keine Grenzen.


Die Statistik

ASV Kleintettau: Möller - Cekic, Iskender, Pflügner, Altan Yürük, Alper Yürük, Kunz, Wagner, Kostewicz, Böhnlein, Fröba (72. Wilke).
SV Ketschendorf: Pochmann - Reuß, Seyfahrt, Bauer, Jungkunz, Dietz, Elliott, Schwesinger (11. Mayer), Schuberth, Tendera, Mönch.
Tor: 0:1 Jungkunz (36.), 1:1 Wilke (90+5).
SR: Dadder (Speichersdorf). - Zuschauer: 671. han