17 Punkte hat der SV Friesen nach dem 14. Spieltag der Landesliga Nordost auf dem Konto. Mindestens drei weitere sollen in der Vorrunde noch hinzukommen. Das wären dann die Hälfte der 40 Zähler, die zum Klassenerhalt schätzungsweise reichen könnten. Und diese drei Punkte wollen die Friesener heute zur Kirchweih einfahren.
Das wäre auch schon vor einer Woche in Fürth möglich gewesen, auch wenn das Ergebnis von 0:5 am Ende sehr happig ausfiel. Selbst Zuschauer der Mittelfranken äußerten sich anschließend gegenüber SV-Trainer Armin Eck, dass sie kaum ein Spiel verfolgt hätten, "in dem das Ergebnis so über den Spielverlauf hinweg getäuscht hat".
Es war beileibe nicht der Tag der Friesener im Quelle-Stadion. "Die Atmosphäre war unangenehm, und wir haben uns davon aus dem Konzept bringen lassen", blickt Armin Eck zurück. Sie leisteten sich auf der einen Seite einige Fehler und auf der anderen Seite den Luxus, dass sie zahlreiche sehr gute Chancen fahrlässig vergaben, darunter einen Foulelfmeter beim Stand von 2:0. "Bis kurz vor Schluss hatte ich das Gefühl, dass wir das Spiel noch drehen, wenn uns der Anschlusstreffer gelingt. Und dann kassieren wir noch drei Tore. Dieses Ergebnis mussten wir erst einmal verdauen", so der SV-Trainer.
Die Friesener liegen weiterhin auf dem sehr guten achten Platz, aber der Vorsprung vor den Mitkonkurrenten im Abstiegskampf - und darum wird es auch weiterhin gehen - ist ziemlich gering. Zu diesen Teams gehört der heutige Gegner ASV Veitsbronn-Siegelsdorf, der fünf Punkte dahinter liegt, aber zwei Spiele weniger ausgetragen hat. "Wenn man einen Konkurrenten daheim zu Gast hat, will man natürlich gewinnen und ihn auf Distanz halten", sagt Eck.
Dem SV-Trainer ist aber nicht verborgen geblieben, dass sich die Mittelfranken von ihrem schwachen Start längst erholt haben. Ihre Partie am vergangenen Wochenende wurde verlegt, und das Nachholspiel gegen Mitterteich ist am Dienstag erneut ausgefallen. Armin Eck erwartet heute einen robusten und kompakt stehenden Gegner, der von seiner Zweikampfstärke lebt. "Da müssen wir dagegenhalten. Auf dem tiefen Boden werden die entsprechenden Tugenden gefordert sein", fordert er, ist aber zuversichtlich, dass der erhoffte Kirchweihsieg gelingt. "Alle Spieler wissen bei uns, was Sache ist."
Fraglich ist der Einsatz von Nico Gehring und Benedikt Queck, die angeschlagen sind. Dagegen kann David Daumann nach überstandener Bauchmuskelzerrung wieder dabei sein.
SV Friesen: Kirschbauer/Klier - Sesselmann, Schütz, Scholz, Baier, M. Lindner, Nützel, Daumann, Civelek, Firnschild, Haaf, Gehring (?), Rödel, Münch, Zapf, Queck (?). han