Sonneberg — Seit 20 Jahren ziehen die beiden "Sumbarcher Waschweiber" Frieda und Hulda über Beamte, Männer und das restliche Volk her. Plaudern aus der Schule und ihren Familien auf ihre eigene humoristische Art. Längst sind sie in der Kulturszene der Stadt und des Landkreises nicht mehr weg zu denken. 20 Jahre "Sumbarcher Waschweiber" sind ein Grund zum Feiern. Und das werden die im Fernsehen durch ihre Teilnahme beim "Supernarren" bekanntgewordenen Sonnebergerinnen am Samstag, 13. Juni, ab 19.30 Uhr in der "Wolke 14" in Sonneberg mit weiteren "Supernarren" und dem Faschingsverein "Kuckuck" tun. Karten zu fünf Euro gibt es bei der Firma Bley, bei Signal Iduna Reichenbacher oder an der Abendkasse.
Gefunden haben sich die "Waschweiber" im Faschingsverein Kuckuck, die Chemie hat gepasst: beide schauspielerisch begabt und vorbelastet. Silvia Otto, schon zehn Jahre früher im Verein, war für Sketche immer die ideale Besetzung.
Doris Motschmann, anfänglich noch allein als Büttenrednerin unterwegs, hatte schon zu DDR-Zeiten in einem Kabarett mitgewirkt. So lag es nahe, diese beiden Talente zusammenzulegen. Stoff gab es genug und so wurde "gewaschen", ohne dass was sauber wurde.
Ausgesprochene Höhepunkte in ihrem Waschweiberdasein waren verschieden Auftritte im Fernsehen. Unter anderem in der MDR-Fernsehsendung "Herrlich Närrisches Thüringen", bei der Erforschung von Namen der Stadt Sonneberg zusammen mit Ulrike Nitschke mit Ines Adam. Auch standen sie als Werbefiguren der einheimischen Likra-Werke auf einem Bus und Plakaten zur Verfügung.
Ihr sicher bisher größter Erfolg war, als sie sich beim Bayrischen Fernsehen in der Sendung "Franken sucht den Supernarr" der Jury stellten und den Titel "Supernarr 2013" errangen. Damit gerechnet habe damals keiner. "Wir wollten nur mal sehen, wie uns so eine Jury aus Fachleuten einschätzt", sagt Doris Motschmann.

Siegeszug

Silvia Otto, das zweite Waschweib, ergänzt: "Als die spannende Preisverleihung kam, und wir als Sieger genannt wurden, lagen wir uns mit unseren mitgereisten Vereinsmitgliedern vom Faschingsverein ,Kuckuck' und Fans in den Armen."
Damit ging aber der Stress erst richtig los, denn dann durften sie in Veitshöchheim in der "Fastnacht in Franken", der Kultsendung im Bayrischen Fernsehen, auftreten. Dort standen sie mit Heißmann und Rassau, mit Michl Müller, mit Bernd Händl und anderen auf der Bühne und zeigten, dass auch in Thüringen Fränkisch gesprochen wird. Und das nicht schlecht! Sie pflegen diese Verbindungen und seit Veitshöchheim sind die beiden in der Faschingszeit im Fränkischen ständig gefragt und unterwegs. red