Eine ganz besondere Mitarbeiterin konnte die Fachklinik Haus Immanuel begrüßen. Sama, eine Studentin der Sozialen Arbeit aus Nepal, absolvierte in der Rehabilitationseinrichtung für suchtkranke Frauen ein knapp zweimonatiges Praktikum. Die 22-Jährige studiert in Kathmandu und möchte gerne in ihrer Heimat Therapeutin werden.

Dank des Vereins Nepalhilfe Kulmbach und insbesondere der Gastfamilie Seitter aus Thurnau ging der Traum der jungen Frau von einem Praktikum in Deutschland in Erfüllung. Doch der Weg war alles andere als einfach - gerade in Zeiten der Corona-Pandemie. Sama musste zahlreiche Dokumente für ihren Aufenthalt sammeln, Formulare ausfüllen und eine Befragung in der Deutschen Botschaft in Kathmandu führen, bevor ihr ein Visum ausgestellt wurde.

Während ihrer Tätigkeit unterstützte sie in der Rehabilitationseinrichtung die Sozialpädagogin Fabienne Hain. "Anfangs war ich ganz schön überrumpelt, als es hieß, dass ich eine englischsprachige Praktikantin bekommen sollte. Doch ich ließ mich gerne darauf ein. Auch in dem Wissen, dass Sama gut deutsch versteht und auch schon etwas sprechen konnte", so die Therapeutin.

"Ich lernte Sama als interessierte, sympathische und zugewandte junge Frau kennen. Wir verstanden uns von Anfang an prima. Sama begleitete mich zu Einzelgesprächen und Gruppensitzungen und wir verbrachten die Mittagspausen zusammen. Abschließend kann ich sagen, dass es eine sehr schöne und auch für mich spannende und lehrreiche Zeit war. Ich lernte viel über Nepal und diese andere, ganz besondere Kultur kennen", sagte Fabienne Hain.

Und Sama fügte begeistert hinzu: "Ich konnte während meines Praktikums in der Fachklinik sehr viel lernen. Auch wenn mein Deutsch noch nicht sehr gut ist, habe ich viel mitnehmen können." Sie habe an zahlreichen Gruppentherapien teilgenommen und sei bei Einzelgesprächen dabei gewesen. "Für manche Patientinnen war es bestimmt seltsam, eine englischsprachige Praktikantin dabei zu haben. Aber sie haben mich alle offen empfangen." Ebenso wie die Mitarbeiter der Fachklinik. "Ich habe mich wirklich sehr wohl dort gefühlt."

Alles in allem hatte Sama eine lehrreiche, spannende und zugleich abwechslungsreiche Zeit in Deutschland. Mit ihrer Gastfamilie und Freunden der Nepalhilfe war sie vor allem an den Wochenenden viel unterwegs. Sie besuchte Erfurt, Erlangen, Bamberg, Regensburg oder Bayreuth. "Es war eine großartige Zeit. Ich bin sehr dankbar für all die tollen Begegnungen", so die Studentin.

Und auch Gotthard Lehner, Leiter der Fachklinik, zeigte sich zufrieden: "Sama war eine Bereicherung in jederlei Hinsicht. Sie arbeitete trotz Sprachbarrieren engagiert mit." red