Die Regierung von Oberfranken hat - mit etwas Verspätung - den Planfeststellungsbeschluss für den Ersatzneubau des Ostbayernrings im Abschnitt zwischen Redwitz und Mechlenreuth erlassen. Der Ersatzneubau der nicht unumstrittenen Stromtrasse ist damit genehmigt, und der Netzbetreiber Tennet hat nun das Baurecht für die Umsetzung des Projekts. Nach der Zulassung eines vorzeitigen Baubeginns für einige Maststandorte im August steht nun der allgemeine Baubeginn bevor.

Der Ostbayernring ist eine rund 185 Kilometer lange, bereits bestehende Stromtrasse, die von Redwitz in Oberfranken über Mechlenreuth und Etzenricht bis nach Schwandorf in der Oberpfalz führt. Die Leitung ist seit den 1970er Jahre in Betrieb und soll nun erneuert werden. Zur Erhöhung der Transportkapazitäten ist ein Ersatzneubau erforderlich, um die bestehenden 380/220-kV-Systeme auf zwei 380-kV-Systeme auszubauen. Die Trasse führt auch durch den Landkreis Kulmbach und tangiert den Markt Mainleus, die Städte Kulmbach und Stadtsteinach, die Gemeinde Guttenberg sowie die Märkte Grafengehaig und Marktleugast.

Vor allem in Neuensorg in der Gemeinde Marktleugast ist der Verlauf der Stromtrasse nach wie vor umstritten, rückt sie im Ortsteil Vorderrehberg doch bis auf 200 Meter an die Wohnbebauung heran. Jahrelang war dort für eine Erdverkabelung gekämpft worden - ohne Erfolg. cf